Wie ich in meinem Coaching mit Kunst arbeite

"Kunst im Englisch Coaching? Muss ich dann Bilder malen...?" Nein, müssen Sie nicht. Ich nutze die Kraft der Kunst auf andere Weise: Um Ihnen das Sprechen und Anwenden der englischen Sprache zu erleichtern. Kunst ist etwas, das auf Wahrnehmung und Intuition basiert. Genauso verhält es sich ...

... mit einer Fremdsprache. Fangen wir mit der Wahrnehmung an: Erinnern Sie sich noch an Ihren Weg zur Arbeit heute morgen? Vermutlich Ja - und Nein. Sie erinnern sich, aber nicht wirklich, weil Ihre Wahrnehmung darauf konditioniert ist, jeden Morgen die gleichen Dinge zu sehen, bzw. keine großen Überraschungen zu erleben. Es gibt einen "Hintergrund" und einen "Vordergrund" und was Sie wirklich wahrnehmen ist meist nur der Vordergrund, z.B. wenn vor Ihnen jemand plötzlich seinen Kaffeebecher fallen lässt.

 

Der Hintergrund ist alles, was jeden Morgen gleich ist: Die Straße, der Bus, die Ubahn, die Geräusche, die Gerüche und die Atmosphäre. Es ist schwer, diese Dinge wirklich wahrzunehmen, weil wir sie jeden Morgen sehen und sie unsere Sinne nicht mehr reizen. Um hier etwas wahrzunehmen, muss man die Perspektive verändern und z.B. langsamer gehen, stehen bleiben, zurückblicken oder einfach mal ein Stückchen höher schauen.

 

Was hat das alles mit Englisch zu tun? In mein Coaching kommen hauptsächlich Menschen, die sich in Englisch sehr unsicher fühlen. Sie haben Angst, Englisch zu sprechen und gleichzeitig ihre Wahrnehmung "anzuknipsen" und machen innerlich zu. Sie nehmen die jeweilige Situation meist nicht so wahr, wie sie ist, sondern oft mit einem Tunnelblick. Auch die Intuition wird weniger und Entscheidungen werden aus dem Verstand und weniger aus dem Bauch getroffen. Das macht die Sache deswegen so schwierig, weil es um Sprache geht und Sprache soll in erster Linie Menschen verbinden. Ohne eine gute Wahrnehmung und Intuition wird auch das Gespräch in Englisch nicht gut. Etwas fehlt, der gewisse Kontakt zwischen zwei Menschen, der auch im Geschäftsleben so wichtig ist.

 

Wahrnehmung und Intuition kann man schärfen, indem man mit Kunst arbeitet und entweder selbst Kunst schafft oder sich mit Kunst beschäftigt. Ich bin Kunsttherapeutin und nutze manchmal Übungen aus der Kunst, um meinen Kunden einen Weg aus ihrer Englisch-Unsicherheit zu zeigen. Eine typische Übung ist diese: Nehmen Sie einen Stift in die linke Hand (wenn Sie Rechtshänder sind) und zeichnen Sie eine Linie (bzw. "Krakel") während Sie Englisch sprechen. Das klingt erst mal komisch und ist ganz schön schwierig am Anfang: Das Gehirn weiss nicht, auf was es sich konzentrieren soll - auf das links krakeln oder Englisch sprechen. Eins muss dem Perfektionismus weichen und idealerweise ist das dann irgendwann Englisch.

 

Es ist sehr interessant zu sehen, was bei dieser Übung passiert. Einerseits sind es oft erstaunliche Kunstwerke, die in dieser Übung entstehen (ich nutze dann auch Pinsel und Farbe) und gleichzeitig wird das Englisch oft auch viel lockerer, sicherer und nahezu perfekt. Beides versetzt meine Kunden jedes Mal in Erstaunen. Und es zeigt, dass wir erst dann wirklich "gut" werden, wenn wir gerade nicht darauf achten (können), ob wir gut sind oder nicht. Weil wir dann authentisch sind. Es ist sehr wichtig, diese Erfahrung von Authentizität einmal zu machen. Unsere Wahrnehmung ist dann offen und unsere Intuition kann frei fliessen. Das ist Kunst - frei von Wertung.

 

Interessiert, mehr über meine Arbeitsweise zu erfahren? Dann schauen Sie doch mal hier.

 

 

 

 

 

 

 

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