Angst vor "harmlosen" Dingen: Warum ist das so verbreitet?

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Angst vor Hunden, Angst vor Fahrstühlen, Höhenangst oder Angst vor dem Zahnarzt: Das sind krankhafte Ängste, die jeder kennt. Aber wussten Sie, dass es Menschen gibt, die Angst vor Waschmaschinen, Blumen oder Marienkäfern haben? Was die Ursachen aus meiner Sicht sind, erfahren Sie in diesem Artikel:

Warum haben so viele Menschen in unserer Gesellschaft heute Angst vor doch so offenbar harmlosen Dingen? Inzwischen gehören Angststörungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Meiner Meinung nach hat Angst fast immer einen Bezug zum Prozess der Selbst-Werdung.

 

Die Angst übernimmt die Macht über das Leben

Nehmen wir das Beispiel "Angst vor Marienkäfern" (oder auch Fluginsektenphobie genannt). Ein Mensch, der unter einer solchen Angst leidet, wird wenig Energie und Zeit haben, sich um andere Dinge zu kümmern, als um seine Angst - vor allem im Frühling und Sommer. Er kann nicht rausgehen, ohne Angst zu haben, wird sich womöglich sozial isolieren und fühlt sich insgesamt hilflos, weil er die Angst nicht erklären kann. Er wird sich zudem selbst kritisieren und abwerten, weil er seine Ängste nicht in den Griff bekommt. Die meisten Ängste schränken den Betroffenen mit der Zeit mehr und mehr ein, das heisst sein Handlungsspielraum wird immer kleiner. Irgendwann sind diese Menschen an einem Punkt angelangt, an dem nicht sie selbst, sondern die Angst ihr Leben regiert.

 

Abwehr der eigenen Macht

Aus meiner Sicht stellen Ängste, die nicht aus einer konkreten Gefahr heraus entstehen, eine unbewusste Abwehr der eigenen (positiven) Macht dar. Aus diesem Grund frage ich Menschen, die wegen Angst zu mir kommen, immer danach, wie sie als kleines Kind waren. Auch wenn keine Erinnerung mehr daran besteht, gibt es doch immer eine Intuition dazu. Ich oft höre ich Sätze wie: "Ich war immer glücklich" oder "Ich hatte keine Angst". Manchmal erleben sehr selbstbewusste (und damit in der Familie mächtige) Kinder im Laufe ihres Lebens einen seelischen Dämpfer, der sie "in die Schranken weist", so dass sie für ihr weiteres Leben den Glaubenssatz abspeichern: "Ich darf nicht mächtiger sein (das heisst grösser, klüger, schneller etc.) als die Mutter (oder Vater, Bruder, Schwester)."

 

Wir haben vergessen, wer wir sind

Damit der Betroffene erkennt, dass es nicht die Angst vor Marienkäfern ist, die ihn so hilflos macht, sondern die Angst davor, der zu werden, der er eigentlich ist, müssen die Glaubenssätze aufgelöst werden. Dies mag für manche Leser simpel klingen, aber aus meiner Sicht ist es tatsächlich so: In unserer Gesellschaft haben deswegen so viele Menschen Angst vor harmlosen Dingen, weil sie vergessen haben, wer sie wirklich sind. Es ist ein zentraler Teil meiner Arbeit, den Menschen diese Erinnerung zurückzugeben. Ich nutze dazu die Fremdsprache als therapeutisches Mittel, denn in der Fremdsprache haben Glaubenssätze keine Wirkung. Nehmen Sie einmal das Wort "Macht": Im Englischen heisst es "power" und klingt längst nicht so negativ wie im Deutschen.

 

Wie lassen sich tief verankerte Glaubenssätze auflösen?

Ganz einfach: Über die Bewusstwerdung. Glaubenssätze haben die Angewohnheit, sich aufzulösen, wenn sie entdeckt werden. Dazu kann es hilfreich sein, sich Unterstützung zu suchen, z.B. in Form einer Psychotherapie.

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby und ich arbeite psychotherapeutisch mit dem Werkzeug der Fremdsprache (meist Englisch), um tiefsitzende Glaubenssätze aufzulösen. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass sich Ihre Sprachkenntnisse durch die Therapie automatisch verbessern, wobei der Fokus nicht auf dem Lernen, sondern auf dem Fühlen und intuitiven Verstehen liegt. Hier erfahren Sie mehr zu meiner Methode Englisch.

 

Zum Weiterlesen: Die therapeutische Wirkung von Englisch.

 

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