Brauche ich eine Psychotherapie? Kleine Entscheidungshilfe

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Der Schritt, eine Psychotherapie zu beginnen, ist nicht leicht. Hier eine Entscheidungshilfe in Form von 4 Fragen:

Frage 1: Wie fühle ich mich generell gerade in meinem Leben?

Mögliche Antworten sind: Festgefahren, traurig, allein, leer, negativ, voller Selbstzweifel, orientierungslos oder mutlos. Finden Sie ein eigenes Wort für das Gefühl, das Sie zur Zeit begleitet, egal wohin Sie gehen oder was Sie machen.

 

Frage 2: Wünsche ich mir jemanden zum reden?

Geht Ihren Freunden oder Ihrer Familie Ihre momentane Gefühlslage auf den Keks? Wenn ja, dann werden Sie sich dort wenig verstanden und schon gar nicht aufgefangen fühlen. Stellen Sie sich vor, da ist ein Mensch, der nur dafür da ist, Ihnen zuzuhören und der alles daran setzen wird, dass es Ihnen bald besser geht - wäre das für Sie ein angenehmer Gedanke?

 

Frage 3: Wird es irgendwie "immer enger"?

Werden negative Gefühle stärker oder eine innere Leere immer größer? Fühlen Sie eine Dynamik in sich, die Ihr Problem zum Schlechten verstärkt? Wenn ja, ist das ein Hinweis Ihrer Seele. Genau wie Ihr Körper irgendwann mit Krankheit reagiert, wenn Sie zu lange die Warnsignale missachten, kann auch Ihre Seele ernsthaft krank werden, wenn Sie unangenehme Gefühle zu lange beiseite schieben. Lassen Sie es nicht so weit kommen.

 

Frage 4: Scheitern meine Versuche, etwas zu ändern?

Wenn Sie schon vieles versucht haben, um Ihr Problem in den Griff zu bekommen und nichts hat funktioniert - warum dann nicht den Rat eines Experten einholen? Kassenärztliche Psychotherapeuten bieten mehrere Stunden zur Entscheidungshilfe an, bei freien Psychotherapeuten bekommen Sie oft einen kostenlosen Probetermin. Nutzen Sie dieses Angebot, Sie sind nicht verpflichtet, danach weiterzumachen. Schauen Sie sich an, wie so eine Psychotherapie ist und was es mit Ihnen macht.

 

Nach dem Beantworten dieser 4 Fragen sollten Sie ein Gefühl dafür haben, ob Sie eine Therapie benötigen oder nicht. Meine Empfehlung lautet: Wenn Sie die Fragen 2 bis 4 mit "Ja" beantwortet haben und wenn Sie bei der ersten Frage ein negatives Gefühl identifiziert haben, dass Sie durch Ihren Alltag begleitet, dann sollten Sie zumindest einen Probetermin in Erwägung ziehen.

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby, Kunst- und Gestaltungstherapeutin in Hamburg. Ich arbeite (auch online/per Skype oder Telefon) mit der Fremdsprache als therapeutisches Mittel, um festgefahrene negative Glaubenssätze zu lösen. Hier finden Sie weitere Informationen: Psychotherapie & Englisch.

 

Zum Weiterlesen: Die therapeutische Wirkung von Englisch.

 

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