3 Hinweise für unbewusste negative Glaubenssätze

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Glaubenssätze, ob positiv oder negativ, steuern unser gesamtes Leben. Negative Glaubenssätze können enorm behindern, ohne dass wir es merken. Hier gebe ich drei Beispiele, die helfen, negative Glaubenssätze zu identifizieren und aufzulösen:

1. "Phrasen"

Wenn Sie bestimmte Sätze oft sagen (das merkt man selbst oft gar nicht), dann liegt dem vermutlich ein Glaubenssatz zugrunde. Fragen Sie Ihre Familie und Freunde, ob es immer wiederkehrende Sätze gibt, die Sie äussern. Beispiele hierfür sind: "Nützt ja nichts" (Glaubenssatz: Es bringt nichts, sich zu wehren, ich muss die Macht anderer akzeptieren), "Von nichts kommt nichts" (Glaubenssatz: Nur wenn ich hart arbeite, werde ich belohnt) oder "Lehn dich mal nicht zu weit aus dem Fenster" (Glaubenssatz: Ich darf nicht so viel von mir halten). Versuchen Sie, bewusst wahrzunehmen, wann Sie diese Sätze sagen und fragen Sie sich: Stimmt das wirklich? Kann man denn nicht auch Erfolg haben, wenn man faul ist (oder gerade wenn man faul ist)? Warum müssen wir bestimmte Dinge akzeptieren, nur weil sie immer so gemacht wurden? Und warum darf man sich nicht mal weit aus dem Fenster lehnen, wenn man eine neue Perspektive erhalten will? Glaubenssätze, die ausgesprochen werden, funktionieren wie innere Gesetze. Über das Infragestellen und nicht aussprechen können Sie negative Glaubenssätze jedoch langsam aushebeln.

 

2. Gedankliche Beurteilung anderer

Achten Sie mal darauf, welche Gedanken durch Ihren Kopf gehen, wenn Ihr Kollege seine Präsentation beginnt: Meist konzentrieren wir uns auf negative Dinge. Dahinter steckt die unbewusste Angst, nicht zu genügen und der Glaubenssatz heisst: Die anderen sind besser als ich. Deswegen schaut man tunlichst darauf, was die anderen falsch machen, um auf der sicheren Seite zu sein. Ändern Sie das! Denken Sie bewusst positiv, heben Sie gedanklich all die positiven Eigenschaften der anderen Person hervor und Sie werden sehen, dass Ihnen das ungemein zu gute kommt. Anfänglich ist das wenig überzeugend und die meisten Menschen können sich nicht vorstellen, dass so etwas Simples dazu führen kann, dass man selbst innerlich freier und positiver dadurch wird. Mein Rat: Probieren Sie es nur ein einziges Mal aus und Sie werden den positiven Effekt sofort spüren.

 

3. Automatische Gefühlsreaktionen

Ihr Chef kritisiert Sie und Sie fühlen sich sofort schlecht: Solche automatischen Gefühlsreaktionen deuten ebenfalls auf negative Glaubenssätze hin. In diesem Fall lautet der Glaubenssatz: Ich bin schlecht, ich bin nicht gut genug. Aber warum müssen Sie sich denn schlecht fühlen, wenn Ihr Chef Sie kritisiert? Versuchen Sie (und das ist zugegebenermassen am Anfang schwierig) sich gut zu fühlen, wenn Sie kritisiert werden. Sagen Sie sich selbst: Ich entscheide mich, mich gut zu fühlen. Ich nehme die Kritik an, aber ich werde mich deshalb nicht herunterziehen lassen. Sie können immer wählen, wie Sie sich fühlen - den meisten Menschen ist diese Entscheidungsfreiheit aber nicht bewusst und sie reagieren automatisch negativ auf solche negativen Botschaften.

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby, Therapeutin, zweisprachig (Englisch/Deutsch) und habe mich auf die Behandlung von Fremdsprachenangst spezialisiert. Ich behandele jedoch auch viele weitere Arten psychischer Störungen. Meine Praxis ist in Hamburg, Sie können mich aber auch am Telefon buchen. Wenn Sie mehr über meine Arbeit wissen möchten, dann schauen Sie hier: Therapie bei Angst vor Englisch und mein Therapieangebot.

 

Zum Weiterlesen: Brauche ich eine Psychotherapie? Kleine Entscheidungshilfe.

 

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