Warum wird man Therapeutin? Meine Gründe:

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Für mich ist es der schönste Beruf überhaupt: Psychotherapeutin. Und ich finde meine Arbeit überhaupt nicht schwer. Warum das so ist und warum ich diesen Job so gerne mache, erfahren Sie hier:

Schwierig wird es nur, wenn man nicht mit dem Herzen dabei ist

Als ich ganz am Anfang meiner Praxis stand, habe ich versucht, alles "nach dem Buch" zu machen, so wie ich es in meiner Ausbildung gelernt hatte. Das führte zu zwei Dingen: Erstens war ich abends völlig kaputt und zweitens habe ich mich gelangweilt. Ich habe deshalb schnell für mich entschieden, Psychotherapie auf meine Weise zu machen. Das bedeutet für mich, dass ich die Therapie anbiete, die ich im Bedarfsfall selbst gerne hätte.

 

Die "ideale Therapeutin":

Ich habe mich gefragt: Wie sollte für mich die ideale Therapeutin sein? Und was mag ich überhaupt nicht an Therapeuten? Mir sind vier Dinge wichtig: Berührbarkeit, Kreativität, Intensität und Humor. Ich halte nicht viel von Therapiemethoden, die zu viel in die Vergangenheit gehen. Die Heilung findet im Hier und Jetzt statt, wenn man den Mut hat, direkt mit dem Klienten auf einer menschlichen Basis zu interagieren.

 

Warum bin ich Therapeutin geworden?

Ich bin Therapeutin geworden, weil mich das Innere des Menschen fasziniert. Ich war schon immer mutiger und neugieriger als andere - beides sind ideale Voraussetzungen, um mit dem Unbewussten zu arbeiten und zu erfühlen, was hinter dem Vorhang des Alltags und der Worte liegt. Viele fragen mich: Ist das nicht zu anstrengend, sich jeden Tag die Probleme anderer Menschen anzuhören? Meine Antwort ist: Ich finde Alltagsgespräche viel anstrengender. Vor allem, wenn unbewusst viel Negatives mitschwingt - hier ein Beispiel:

 

Zwei Radiogeräte

Stellen Sie sich vor, das steht jemand vor Ihnen und erzählt freudestrahlend von seinem bevorstehenden Urlaub. Sie hören gleichzeitig die zweite (innere, unbewusste) Stimme der Person, die aus irgendwelchen Gründen nicht ganz so glücklich über den Urlaub ist. Das ist in etwa so, als ob Sie zwei Radiogeräte vor sich stehen haben, die beide gleichzeitig laufen. So kann man sich das in etwa vorstellen, wenn man einen Zugang zum Unbewussten hat (was die meisten Therapeuten von Natur aus haben). Im Alltag ist eine solche Veranlagung sehr anstrengend, weil die erste (bewusste) Stimme immer das Sagen hat. In der Therapie kann man als Therapeut die zweite (unbewusste) Stimme des Klienten nach vorne holen, was zunächst schwierig, aber wahrhaftiger und zielführender ist, wenn man das eigene Leben verändern und die Persönlichkeit dauerhaft entfalten will.

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby, Therapeutin und zweisprachig (Englisch/Deutsch). Hier erfahren Sie mehr über meine Arbeit: Psychotherapie und  spezielle Therapie bei Fremdsprachenangst.

 

Zum Weiterlesen: 5 Kritikpunkte an deutschen Psychotherapien.

 

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