3 Tipps, um als Therapeut (auch) finanziell erfolgreich zu sein

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Freie Psychotherapeuten haben oft trotz hervorragender Kompetenz wenig finanziellen Erfolg. Aus meiner Sicht liegt das an einer falschen Einstellung zum Geld, zum Markt und zum eigenen Wert. Hier 3 ganz persönliche Tipps von mir:

 

Tipp Nr. 1: Eine Nische suchen

Wer einfach nur eine Website erstellt nach dem Motto "Lieschen Müller, Psychotherapeutin" und dann auf Kunden wartet, der wird vermutlich lange warten. Der Markt ist riesig, es gibt so viele Therapeuten, wie soll denn ein potentieller Klient diese Seite finden? Das ist so, als ob man eine Goldmünze in den Ozean wirft und hofft, dass jemand sie findet. Daher lautet mein Rat: Eine Nische suchen! Denn eine Nische wird gefunden (mehr dazu weiter unten). Welche Nische das sein könnte, hängt immer vom Therapeuten ab: Was zeichnet mich als Mensch aus, was habe ich, was andere nicht haben? Da gibt es immer etwas! Der eine versteht etwas von Kunst und kann Menschen helfen, die irgendwie keinen Zugang zu dieser Welt finden, das aber sehnlichst wünschen, denn eine solche Barriere hat meist seelische Ursachen. Jemand anderes war vielleicht früher Sekretärin und hat sich dann zum Therapeuten, Heilpraktiker oder ähnliches weitergebildet - diese Person versteht Büromenschen und kann sich in die Situation eines drohenden Burn Outs speziell bei Sekretärinnen hineinversetzen, mit all den Schwierigkeiten, die eine solche Krankheit mit sich bringt. Egal was Sie als Therapeut persönlich mitbringen - machen Sie eine Nische daraus! Denn erst wenn Sie eine Nische kreiert haben, werden Klienten Sie finden. "Burn Out Prävention im Sekretariat" ist zum Beispiel ein hoch vernachlässigte Nische, gerade Chefsekretärinnen haben oft ein unterschwelliges Vater-Thema, das sie an ihrem Chef emotional abarbeiten, ohne dies bewusst zu erkennen. Es gibt hunderte solcher Nischen, die nur darauf warten, von Therapeuten besetzt zu werden!

 

Tipp Nr. 2: Mehrwert formulieren

"Mehrwert" bedeutet: Was gebe ich einem Klienten, was er vorher nicht hatte? Um beim Beispiel der Sekretärinnen-BurnOut-Prävention zu bleiben: Der Mehrwert wäre hier: Ein entspannterer Umgang mit dem Chef, mehr Souveränität in emotional schwierigen Situationen, mehr Gelassenheit bezüglich Grenzüberschreitungen (die in dem Beruf aufgrund der Nähe unvermeidlich sind) etc. Diesen Mehrwert gilt es, zu vermarkten - das bedeutet: Sie müssen symbolisch ihr Plakat hochhalten. So, als würden Sie in einer belebten Einkaufszone ein Schild hochhalten, auf dem ihr Mehrwert steht. Es genügt nicht, ein Schild hochzuhalten, auf dem steht: "Psychotherapie". Oder "Kunsttherapie". Oder irgendeine andere Art von Therapie. Das interessiert keinen Menschen! Was Menschen interessiert, sind Lösungen für ihr Problem. Deshalb ist es so wichtig, den Mehrwert zu formulieren. Man könnte auch sagen: Was bekommt der Klient für sein Geld? Das muss auf Ihrem symbolischen Schild stehen und damit haben die meisten Therapeuten grosse Schwierigkeiten. Zum einen liegt das am deutschen Gesetz, das Heilversprechen verbietet. Zum anderen können Therapeuten sich aus meiner Sicht nur schwer in die Lage von hilfesuchenden Menschen versetzen - emotional zwar schon, aber nicht bezüglich der Art und Weise, wie sie sich Hilfe suchen. Dabei ist es ganz einfach: Sie müssen nur mal so tun, als würden Sie selbst psychologische Hilfe suchen - wie würden Sie vorgehen? Genau diesen Weg können Sie dann mit Ihrem Schild bepflastern. Wie das geht, erfahren Sie im nächsten Tipp.

 

Tipp Nr. 3: Social Media (auch wenn's schwerfällt)

Wenn Sie als Therapeut finanziell erfolgreich sein möchten, müssen Sie das Social Media Spiel lernen und mitspielen. Sorry - aber daran geht absolut kein Weg vorbei. Man kann natürlich auch als Therapeut darauf verzichten und trotzdem finanziell erfolgreich sein, aber aus meiner Sicht trifft das nur auf ganz wenige zu. Social Media ist eine tolle Sache, meiner Ansicht nach ist das Internet die Vorstufe zur Telepathie und es bietet unendliche Möglichkeiten, seine Dienstleistung ohne Kosten zu vermarkten. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel ein Blog. Eine Blogseite kann man kostenfrei selbst erstellen, das ist ganz einfach. (Wenn Sie dazu Tipps möchten, schreiben Sie mir gerne eine Email). Wenn Sie jede Woche 2 Artikel zu Ihrem Nischenthema veröffentlichen, werden Sie bei Google nach circa 6 Monaten auf den 1. Platz in den Suchergebnissen gehievt. Bedeutet: Potentielle Klienten sehen Ihr Schild als erstes. Es gibt bei youtube viele erstklassige Webinare, Tutorials oder ähnliches für Einsteiger, die sich mit dem Thema zum ersten Mal befassen. Freunden Sie sich mit dem Wort "SEO" an, es ist unglaublich wichtig! SEO bedeutet Search Engine Optimisation (zu Deutsch: Suchmaschinen-Optimierung) und verhilft Ihnen zu einem guten Platz in den Google Suchergebnissen. Wenn Sie zum Beispiel einen Tanzkurs in Hamburg machen möchten, erscheint eine bestimmte Tanzschule als erstes - auf den Platz wollen Sie auch als Therapeut, und das ist mit einer Nische durchaus möglich. Wenn Ihnen ein Blog nicht liegt, weil Sie nicht gerne schreiben, können Sie auch andere Kanäle des Social Media nutzen: youtube, Instagram, Twitter, Facebook, Snapchat, XING oder LinkedIn. Der folgende Tipp behandelt das schwierige Thema "Geld":

 

Verlangen Sie einen ordentlichen Preis

Viele Psychotherapeuten haben Angst, zu viel Geld für ihre Leistung zu verlangen. Dabei ist eine Psychotherapie eine der besten Investitionen in das eigene Leben, die Persönlichkeit und auch die berufliche Weiterentwicklung. Eine erfolgreich absolvierte Psychotherapie macht Menschen freier und selbstbewusster - und dadurch bekommt man die Investionen um ein Vielfaches zurück. Als Therapeut müssen Sie lernen, dass Sie Geld verdienen, auch viel Geld! In den USA und England ist es zum Beispiel gar keine Frage, dass man als Therapeut auch finanziellen Erfolg möchte, es ist nicht so schambesetzt wie in Deutschland. Ich habe oft den Eindruck, dass deutsche Psychotherapeuten sich dafür schämen, wenn sie "zu viel" Geld für ihre Arbeit verlangen. Natürlich sind die Menschen, die zu einem Therapeuten gehen, in einer Notsituation. Aber das heisst noch lange nicht, dass man aus dieser Notsituation Profit schlägt, wenn man als Therapeut 200 Euro pro Stunde verlangt. Die meisten Menschen geben aus meiner Sicht sehr viel Geld für unsinnige Dinge aus und mein Credo lautet: Wenn jemand wirklich in einer Notsituation ist und wirklich an sich arbeiten will, dann wird er das Geld für eine Psychotherapie zusammenbekommen - und das ist dann auch schon Teil seines Heilungserfolges.

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby und arbeite als Therapeutin in Hamburg (und auch online/per Skype und Telefon). Ich biete Psychotherapie für verschiedenste Arten von seelischen Problemen, hier erfahren Sie mehr: Psychotherapie und Therapie bei Angst vor dem Englisch reden.

 

Zum Weiterlesen: Wie sorgt man als Therapeut für sich selbst? 3 einfache Regeln.

 

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