Warum macht Social Media süchtig? 2 ungewöhnliche Erklärungen:

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Wie kann etwas so harmloses so viele Menschen derart in den Bann ziehen, dass sie ohne fast gar nicht mehr können? Hier 2 Gründe für die Sucht, die auf dem besten Weg ist, weltweit die häufigste Sucht zu werden:

1: Unbewusste Suche nach Negativität

Bei Facebook sind alle happy. Und Social Media eignet sich hervorragend, um nicht über eigene Probleme nachzudenken. Aber während alle bei Facebook ihre Happiness zelebrieren, suchen gleichzeitig auch alle insgeheim nach Hinweisen darauf, dass diese Happiness nicht stimmt. (Falls Sie jetzt sagen "Das stimmt doch gar nicht!", dann achten Sie mal bei Ihrem nächsten Facebook Besuch auf die leise negative Stimme in Ihnen und dieses kaum merkbare Suchen nach Unstimmigkeiten). Es ist menschlich, zu viel Glück zu hinterfragen, aber in dieser Masse führt es zu einem Gefühl des ständigen Unbefriedigtseins, und dadurch konsumiert man immer weiter.

 

2: Der Zusammenhang der Verbindung fehlt

Social Media ist im Grunde ein gutes Mittel, um sich zu verbinden. Verbindung bedeutet: Es gibt A, es gibt B und dazwischen ist etwas, das die beiden verbindet. Bei Social Media aber fehlt dieser Zusammenhang, und der ist bei zwischenmenschlichen Verbindungen entscheidend, damit sie als befriedigend empfunden werden. Das ist der Grund dafür, dass man manchmal, wenn man einen Facebook "Freund" in echt trifft, sich so leer fühlt und irgendwie nicht miteinander ins Gespräch kommt. Social Media ist somit eine leere Hülle, die Menschen verbindet, dazwischen ist jedoch nichts Substanzielles - das ist ein typisches Phänomen von süchtig machenden Substanzen: Sie liefern keine Substanz, sondern lediglich eine Illusion. Dadurch schaffen sie ein ständiges Gefühl von Unbefriedigtsein, und man muss immer mehr konsumieren.

 

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