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2 Tipps gegen Winterdepression

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Niedergeschlagenheit und Antriebsschwäche sind typische Symptome für eine Winterdepression. Dagegen helfen diese 2 Tipps:

 

1. Bei Niedergeschlagenheit: Auf etwas Positives fokussieren

Menschen mit Depressionen neigen dazu, einen Filter auf die Welt zu legen. Sie nehmen nur Dinge wahr, die sie negativ bewerten. Positive Dinge werden unbewusst ausgeblendet. Wenn man die Welt nur negativ sieht, ist es schwer, plötzlich das Positive zu sehen. Deshalb empfehle ich, eine klitzekleine Sache zu nehmen, die man als positiv erachtet (z.B. dass man atmet - das ist positiv!) und diesen kleinen positiven Lichtstrahl im trüben Alltag zu halten. Wenn Sie gehen, stehen oder sitzen, sagen Sie sich immer wieder: "Ich bin dankbar dafür, dass ich atme". Dankbarkeit ist deshalb so wirksam, weil es automatisch ein positives Gefühl erzeugt, und darum geht es bei dieser Übung. Positive Gefühle sind wichtig, wenn Sie unter Depressionen leiden, denn aus jedem kleinen Gefühl wird irgendwann ein großes Gefühl. So ist auch Ihre Depression entstanden: Aus einem kleinen negativen Gefühl wurde irgendwann ein großes negatives Gefühl. Und deshalb können Sie aus einer kleinen Positivität eine große Positivität entstehen lassen, und zwar ohne Ihr Zutun. Wenn Sie sich einfach nur mehrmals am Tag an diese kleine positive Sache erinnern und aufrichtig dankbar dafür sind , werden Sie spüren, dass aus dem kleinen positiven Gefühl langsam ein großes positives Gefühl wird. Und aus dem großen positiven Gefühl wird ein noch größeres positives Gefühl, wenn Sie dranbleiben. Aus einer Depression herauszukommen, erfordert zunächst Kraft und Disziplin. So, als müssten Sie ein Segelboot wenden - da muss man auch erst einmal gegen den Wind ankämpfen. Aber wenn Sie es geschafft haben, Ihre Gedanken und Gefühle in eine neue (positivere) Richtung zu lenken, nimmt das ganze sehr schnell von allein Fahrt auf.

 

2. Bei Antriebsschwäche: Visualisierung

Ein typisches Symptom bei der Winterdepression ist es, morgens nicht aus dem Bett zu kommen. Dagegen hilft Visualisierung: Wenn Sie es nicht schaffen, aufzustehen, obwohl Sie nicht müde sind, dann versuchen Sie, zu visualisieren, wie Sie aufstehen. Stellen Sie sich vor, wie Sie die Bettdecke zurückschlagen, wie es sich anfühlt, die kühle Morgenluft zu spüren, fühlen Sie den Boden unter Ihren Füßen wenn Sie sich aufsetzen. Fühlen Sie, wie sich ihre Beine anfühlen. Gehen Sie dann im Geist zum Beispiel ins Bad oder in die Küche und visualisieren Sie die Dinge, die Sie morgens für gewöhnlich direkt nach dem Aufstehen tun. Wichtig dabei ist, dass Sie fühlen, wie Sie diese Dinge tun. Was ich damit meine, ist: Wie fühlt es sich an, die Kaffeemaschine in der Küche anzustellen? Wie fühlt sich der Knopf an? Wie fühlt sich die Zahnbürste an oder der Duschkopf? Wenn Sie das eine Minute lang machen, werden Sie den Drang verspüren, aufzustehen. Denn Ihr "innerer Körper" ist dann bereits aufgestanden und schon zehn Schritte weiter als Sie. Und er "zieht" Sie quasi nach. Auch diese Übung müssen Sie ein bisschen trainieren, aber es lohnt sich.

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby, Therapeutin in Hamburg. Eine Übersicht über meine Schwerpunkte finden Sie hier: Therapieangebot.

 

Zum Weiterlesen: Warum der Fokus auf das Hier und Jetzt so heilsam ist.

 

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