· 

"Ich schaffe es nicht, kreativ zu sein": 6 Tipps um endlich zu starten

wie-kann-ich-kreativ-sein-tipps

Die eigene Kreativität zu leben kann ausserordentlich erfüllend sein. Umso schmerzhafter ist es für viele Menschen, wenn kreative Energien blockiert sind und sie dadurch nicht ins Tun kommen. Hier 6 Tipps, um zu starten:

Tipp Nr. 1: Nicht zu kompliziert!

Wenn Sie zeichnen wollen, schaffen Sie sich ganz einfaches Material an. Papier und ein weicher Bleistift genügen. Es gibt nichts blockierenderes als ein teurer Farbkasten, der genutzt werden muss (sonst wäre es ja Geldverschwendung). In der Kunst kommt es auf Gefühle an und die lassen sich auch auf Schmierzetteln ausdrücken, wie viele Künstler bewiesen haben.

 

Tipp Nr. 2: Keine Scheu vor den Untensilien

Viele Menschen, die zum Beispiel anfangen wollen, zu malen, gehen in einen Laden für Kreativbedarf. Und sind dann vollkommen eingeschüchtert, weil es so vieles gibt und alles unbekannt ist. Man weiss auch gar nicht, wonach man fragen soll, weil man ja noch gar nicht weiss, was man vorhat. Mein Tipp: Gehen Sie durch die Regale und lassen Sie Ihr Gefühl entscheiden. Was spricht Sie an? Was weckt Ihre Lust aufs Malen? Egal was Sie anspricht, es wird das Richtige für Sie sein, wenn Sie fühlen, dass Sie Lust darauf haben, es auszuprobieren. Sie können absolut nichts falsch machen. In der Kunst gibt es kein Falsch und Richtig.

 

Tipp Nr. 3: Sie brauchen keinen Malkurs

Viele Menschen glauben, sie müssten erst einmal einen Kurs besuchen, bevor sie kreativ werden können. Ein solcher Kurs kann helfen, keine Frage. Es ist aber kein Muss. Ich selbst fand Kunst- oder Malkurse meistens eher langweilig. Ich halte mich nicht gerne an Vorgaben, wie eine Farbe zu mischen ist oder was "echte Malerei" ist. Daher mein Tipp: Folgen Sie Ihrem Gefühl, das ist sehr wichtig. Wenn Sie Lust haben, etwas zu machen, dann machen sie es. Kunst ist experimentell.

 

Tipp Nr. 4: So fangen Sie an

Nehmen wir mal an, Sie haben sich vorgenommen, etwas zu malen. Sie haben Papier, Farben und Pinsel bereitliegen. Und jetzt? Wie fange ich an? Das ist meistens die Frage und das größte Problem. Mein Tipp ist hier, sich selbst mit folgendem Gedankenexperiment auszutricksen: Stellen Sie sich vor, jemand hätte Sie da, wo Sie gerade sind, eingesperrt. Sie müssten dort mehrere Stunden ausharren. Das einzige, was Sie zur Ablenkung haben, ist Papier, Farbe und Pinsel. Ich wette, Sie würden relativ schnell anfangen, irgend etwas zu machen. Und genau darum geht es: Irgend etwas zu machen ist immer der richtige Modus, denn dann ist unser Denken ausgeschaltet. Irgend etwas zu machen ist ohne Konzept und meist aus einem Gefühl heraus. Das ist der richtige Ansatz, um kreativ zu sein.

 

Tipp Nr. 5: Suchen Sie sich eine Vorlage

Wenn Sie ein Bild malen wollen (oder sonst etwas kreatives machen möchten), ist es immer sinnvoll, sich eine Vorlage im Sinne einer Inspiration zu suchen. Das Internet macht es uns sehr einfach. Wenn Sie zum Beispiel Weihnachtskugeln selbst gestalten wollen, dann suchen Sie nach Motiven, die Ihnen gefallen und machen Sie daraus etwas eigenes. Verwenden Sie andere Farben als in der Vorlage, verfremden oder verbessern Sie es. Spielen Sie ein bisschen mit Ihren Ideen. Und wenn Ihnen etwas nicht gefällt, malen Sie einfach drüber.

 

Tipp Nr. 6: Sich mit der Vorlage oder dem Modell verbinden

Um bei dem Beispiel der Weihnachtskugeln zu bleiben: Wenn Sie auf eine Kugel ein Rentier malen wollen und dafür eine Vorlage haben, dann hilft es enorm, sich zuerst mit diesem Vorlagenbild zu verbinden. Was ich damit meine ist, sich ein inneres Bild von diesem Rentier zu schaffen. Ein inneres Bild haben Sie dann, wenn Sie die Augen schliessen und das Bild vor sich sehen. Es ist dann viel leichter, zu zeichnen und zu malen. Sie schaffen so ein inneres Bild, indem Sie eine Weile auf die Vorlage schauen. Aber nicht nur schauen (das ist der Trick!) sondern, wahrnehmen, was Sie sehen. Das bedeutet: Wie fühlt sich das an, was Sie sehen? Gehen Sie im Geist die Linien entlang, erschaffen Sie ein Gefühl, für das, was Sie sehen. Das Erschaffen eines inneren Bildes ist Übungssache, ist aber ein unglaublich gutes Training für Achtsamkeit und stärkt die eigene Kreativität ungemein.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und HAPPY CHRISTMAS  2018 an alle meine Leser!

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby, Kunst- und Gestaltungstherapeutin in Hamburg. Hier finden Sie mein Therapieangebot.

 

Zum Weiterlesen: Wieso macht es soviel Spaß, eine Fremdsprache zu sprechen?

Hier können Sie meinen Blog abonnieren.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0