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Positive Paartherapie: Die Kraft positiver Gefühle

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Viele Paare beginnen eine Paartherapie inmitten von Chaos, Streit oder Trennungsabsichten. Eine positive Paartherapie setzt nicht bei den negativen, sondern bei den positiven Gefühlen an, die in jeder Beziehung immer noch da sind: 

 

Positive Gefühle für den Partner 

Auch wenn man glaubt, nichts Positives mehr im Partner sehen zu können, gibt es fast immer noch viele positive Gefühle, die aktiviert werden können. Die Bereitschaft, diese positiven Gefühle zuzulassen, ist am Anfang oft noch blockiert und muss langsam aktiviert werden. Oft reicht nur ein kurzer Moment, in dem beide Partner diese Gefühle bei sich selbst wieder spüren, um die Beziehung in eine neue Richtung zu lenken. Das ist wie ein erster Stein, der ins Rollen gerät und weitere nach sich zieht. 

 

Nicht in die Vergangenheit schauen

Die meisten Paare sind am Anfang der Paartherapie auf Vergangenes fixiert. Vielleicht gab es einen Vertrauensbruch oder es hat sich über die Jahre sehr viel Frustration, Enttäuschung oder Resignation aufgebaut. Eine positive Paartherapie schliesst die Vergangenheit rigoros aus. Das ist am Anfang nicht einfach, und mit einer gewissen gedanklichen Anstrengung verbunden - einfach, weil wir es gewohnt sind, an Vergangenem festzuhalten. In einer Paarbeziehung ist der Fokus auf den Moment jedoch sehr wichtig, vor allem, wenn ein Paar in der Krise steckt: Je mehr man dem Partner Vorwürfe wegen Vergangenem macht, desto schlimmer wird die Situation. Sich auf die Vergangenheit zu fokussieren, ist eine Abwärtsspirale, und damit ist zum Beispiel auch gemeint, was gestern Abend oder heute Morgen passiert ist. Das einzige, was ein Paar wieder zusammenbringt, ist der Fokus auf das Hier und Jetzt. Denn nur da können beide wieder die Liebe spüren, die sie einmal zusammengebracht hat. Und sie spüren auch, dass es im gegenwärtigen Moment keinen einzigen Grund gibt, sich zu hassen.

 

"Soll ich denn die Fakten ignorieren?"

Wenn zum Beispiel ein Partner fremdgegangen ist, klingt es fast wie blanker Hohn, sich auf den gegenwärtigen Moment zu fokussieren und Vergangenes auszublenden. Aber es geht nicht darum, ein Verhalten als richtig oder falsch zu deklarieren, sondern bei sich selbst zu bleiben und dadurch die eigenen Gefühle für den Partner überhaupt identifizieren zu können. Wenn man zum Beispiel ständig daran denkt, dass man betrogen wurde, macht man sich selbst mit der Zeit immer kleiner und hilfloser und fühlt sich immer schlechter. Einen Vertrauensbruch bewältigt ein Paar nie durch Vorwürfe und Schuldzuweisungen, sondern nur dadurch, dass jeder Partner bei sich selbst die wahren Gefühle für seinen Partner erkennt. Und das gelingt nur im gegenwärtigen Augenblick.

 

Zum Weiterlesen: Warum der Fokus auf das Hier und Jetzt so heilsam ist.

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby, Therapeutin in Hamburg. Ich biete Paartherapie für bilinguale Paare an, hauptsächlich auf Englisch, Französisch und Deutsch. Weitere Informationen finden Sie hier: Paartherapie in Hamburg.

 

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