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Warum Meditation positives Denken fördert:

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Viele Menschen meditieren nicht, weil sie das Gefühl haben, dass sie dann noch mehr um ihre eigenen negativen Gedanken herumkreisen. Lesen Sie hier, was Sie tun müssen, um Meditation positiv zu erleben:

 

 

1. Der ständige Gedankenstrom sind meist fremde Gedanken

Es ist uns nicht bewusst, aber wenn unsere Gedanken ständig um dieselben (meist negativen) Dinge kreisen, dann sind das oft gar nicht unsere eigenen Gedanken, sondern Überzeugungen anderer. Ein Beispiel: Wenn Sie im Job eine Präsentation gehalten haben und mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind, dann werden für den Rest des Tages vielleicht folgende Gedanken in Ihrem Kopf kreisen:

 

"Ich war nicht gut."

"Mein Chef ist nicht zufrieden."

"Warum war ich so nervös?"

"Die anderen machen das besser."

"Ich muss selbstbewusster sein."

"Was für ein Mist."

 

 

So oder so ähnlich werden Sie vielleicht mit sich selbst reden. Und alle diese Gedanken sind Überzeugungen anderer, denn Sie sind gut, so wie Sie sind. Und wenn Ihr Chef nicht zufrieden ist, dann ist das seine Überzeugung und es stellt seine Gedanken dar (und Sie übernehmen diese Gedanken nur kurzzeitig, weil Sie es glauben). Wenn Sie sich fragen, warum Sie in der Präsentation so nervös waren, dann ist auch das die Überzeugung anderer, denn Sie wirken nur in den Augen anderer nervös, wenn Sie den anderen gefallen wollen und einem bestimmten Bild entsprechen wollen. Das Gleiche gilt für den Gedanken, dass andere es besser machen (Vergleiche beziehen sich immer auf die Wahrnehmung anderer und deren Überzeugung, wie es "richtig" zu machen ist). Und der Anspruch an sich selbst, "selbstbewusster" rüberzukommen ist ebenfalls ein Gedanke anderer, denn Sie wollen damit die Gedanken der anderen kontrollieren (Sie wollen, dass andere Sie für "selbstbewusst" halten).

 

2. Meditation bringt Sie in Einklang mit Ihren eigenen Gedanken

Um bei dem Beispiel oben zu bleiben, könnten Sie sich abends nach der Arbeit hinsetzen, um zu meditieren - mit der Absicht, zu einem positiveren Gefühl zu sich selbst und zu Ihrer heutigen Leistung zu kommen. Dann beginnen Sie mit der Meditation, indem Sie sich zum Beispiel auf Ihren Atem konzentrieren. Und nach ein paar Sekunden werden die oben aufgeführten Sätze durch Ihr Gehirn rattern. Wahrscheinlich exakt in der Reihenfolge, wie oben beschrieben. Wenn Sie sich allerdings bewusst machen, dass das die Überzeugungen anderer sind, die Sie da gerade denken, dann können Sie sie einfach vorbeiziehen lassen. Und warten, bis Sie auf etwas Neues stoßen - nämlich auf Ihre eigenen Gedanken, und damit meine ich: Wer Sie wirklich sind und was Sie wirklich über sich denken (und das ist IMMER positiv, ohne Ausnahme!). Deshalb sagen so viele Menschen, dass Meditation einem dabei hilft, mehr über sich selbst zu erfahren.

 

3. Wie erkenne ich meine "eigenen Gedanken"?

Ganz einfach: Daran, dass es sich so richtig gut anfühlt. Das Gefühl ist wie nach einer anstrengenden Wanderung, wenn man oben auf dem Berg auf einer kleinen Bank Platz nimmt und die atemberaubende Aussicht geniesst. Dieses Gefühl von Frieden, innerer Ruhe und Glück - so kann man vielleicht das beschreiben, was Meditation mit einem machen kann, wenn man wartet, bis die eigenen Gedanken zum Vorschein kommen. Es braucht keine Worte. Es ist einfach ein Gefühl von Ankommen. Ein sehr intimer und allumfassender Moment mit sich selbst. Wenn Sie oben auf dem Berg sitzen und diesen Moment geniessen, wollen Sie keinen anderen Menschen neben sich haben, der sagt: "Du warst nicht gut heute." Das passt da einfach nicht hin. Verstehen Sie, wie ich das meine? Sie sind mit sich und der Welt im Einklang und Negatives kann Sie nicht mehr erreichen. 

 

4. Fremde Überzeugungen sind hartnäckig

Meditation braucht Übung (ja, ich weiss, das klingt langweilig). Aber es ist wie beim Sport: Sie müssen trainieren, um es wirklich geniessen zu können. Aber es lohnt sich, denn je mehr Sie es schaffen, diesen inneren Punkt von Frieden zu erreichen, wo Sie mit sich und ihren eigenen Gedanken alleine sind und dieses großartige Gefühl von Alles-ist-gut fühlen - umso häufiger werden Sie das dann auch im Alltag erleben. Wenn Sie eine Präsentation halten und in den Augen anderer nicht gut waren, können Sie als geübter Meditierender sehr schnell dieses negative Gefühl in ein positives verwandeln, denn Sie wissen, dass die negativen Gefühle auf den Überzeugungen anderer basieren, und dass es tief in Ihnen einen Ort gibt, an dem diese fremden Überzeugungen unwichtig sind. Sie sind niemals "nicht gut", denn Sie sind perfekt wie Sie sind. Sie haben nur kurzzeitig vergessen, wer Sie sind, weil Sie versucht haben, anderen zu sehr zu gefallen.

 

Zum Weiterlesen: Positive Psychotherapie: Lernen, Gedanken bewusst zu lenken.

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby, Therapeutin in Hamburg. Ich arbeite aber auch mit vielen Menschen ausserhalb von Hamburg telefonisch. Eine Übersicht über meine Therapie Schwerpunkte finden Sie hier: Mein Angebot.

 

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