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4 Tipps, um in der Corona Isolation psychisch gesund zu bleiben

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Selbst Menschen mit stabiler Psyche müssen zur Zeit der Corona Krise auf ihre mentale Gesundheit achtgeben. So schaffen Sie es, trotz Quarantäne und Isolation nicht in Angst oder Depression zu verfallen:

Tipp Nr. 1: nachrichten sparsam verfolgen

Wer mehrmals täglich die neuesten Meldungen zur Corona Krise, zur weltweiten Verbreitung oder zu der Anzahl von Todesfällen verfolgt, wird sich über kurz oder lang ziemlich schlecht fühlen. Setzen Sie sich klare Regeln, wie zum Beispiel sich nur einmal morgens und einmal nachmittags auf einer seriösen Seite über die wichtigsten Fakten zu informieren. Disziplinieren Sie sich, indem Sie sich ein zeitliches Limit dafür setzten, zum Beispiel 5 Minuten. Und halten Sie das auch ein, denn: Eine Pandemie, wie wir sie gerade erleben, übt auf Menschen naturgemäß eine Faszination aus, die jedoch psychisch gefährlich sein kann.

Tipp Nr. 2: Klare Intentionen setzen

Wenn Sie das Haus verlassen, um einkaufen zu gehen oder Sport zu treiben, dann formulieren Sie für sich eine klare Intention, was Sie sehen und erleben wollen. Es klingt verrückt, aber es ist erwiesen, dass wir immer das erleben und sehen, was wir erleben und sehen wollen. Wenn wir in einer Weltuntergangsstimmung nach draußen gehen, werden wir momentan buchstäblich von der Flut negativer Informationen, Meinungen und Stimmungen erfasst und mitgerissen. Wenn man jedoch kurz bevor man die Wohnung verlässt eine Intention wie die folgende formuliert, wird man eher das wahrnehmen, was friedlich, freundlich und positiv ist:

 

Beispiel für eine Intention, bevor man zum Einkaufen geht:

"Ich will mich nur auf das fokussieren, was mir guttut. Ich möchte freundliche, hilfsbereite und positive Menschen erleben. Ich möchte alles bekommen, was auf meinem Einkaufszettel steht. Ich möchte mit einem guten Gefühl in meine Wohnung zurückkehren."

Tipp nr. 3: Wie wollen Sie durch die nächsten Wochen hindurchgehen?

Formulieren Sie für sich ein klares Ziel, wie Sie die kommenden Wochen verbringen wollen. Zum Beispiel können Sie sich vornehmen, in der nächsten Zeit besonders gut auf Ihre Gesundheit acht zu geben. Oder Sie nehmen sich vor, jetzt mit dem Rauchen aufzuhören, mehr Sport zu treiben oder den Menschen, die Sie lieben, ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken. Sie können sich vornehmen, täglich zu meditieren oder ein tägliches, festes Ritual für sich einzuführen, bei dem Sie Achtsamkeit praktizieren. Ein solche Zielformulierung wird Ihren Fokus weg von den Schreckensmeldungen lenken und Ihnen das Gefühl geben, nicht vollkommen macht- und hilflos zu sein. Nutzen Sie diese Krise auch für sich selbst. Vielleicht werden Sie in einigen Wochen sogar mit Stolz auf das zurückblicken, was Sie während dieser schwierigen Zeit für sich persönlich geschafft haben. Gerade Ziele, die man schon lange verfolgt hat, die aber aufgrund des hektischen Alltags bisher auf der Strecke blieben, können nun vielleicht tatsächlich umgesetzt werden.

Tipp Nr. 4: Positiv Denken und im Moment bleiben

Nie war es wichtiger als jetzt, auf die eigenen Gedanken zu achten. Unsere Gedanken produzieren unsere Gefühle und wenn man nicht acht gibt, wird man von dem Sog negativer Meldung förmlich nach unten gezogen. Üben Sie sich darin, im gegenwärtigen Moment zu bleiben. Schauen Sie um sich und suchen Sie nach positiven Dingen, die ihnen ein gutes Gefühl geben. Vielleicht scheint gerade die Sonne oder Sie hören die Vögel zwitschern, was sonst unter dem Autolärm komplett untergeht. Achten Sie, wenn Sie draußen sind, auf alles, was Ihnen ein gutes Gefühl gibt. Lächelnde Menschen, spielende Kinder, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft und die Tatsache, dass in diesem gegenwärtigen Moment alles in Ordnung ist. Wenn Sie unter Quarantäne stehen und ihre Wohnung nicht verlassen dürfen, dann umgeben Sie sich möglichst nur mit Dingen, die Ihnen guttun, sprechen Sie nur mit Menschen, die Ihnen ein gutes Gefühl geben und auch wenn es schwer fällt: Schauen Sie weniger fern und üben Sie, mal wieder ein Buch zu lesen. Bücher lesen fällt am Anfang schwer, wenn man sonst nur Netflix konsumiert, aber Lesen ist wie ein Muskel, der trainiert werden kann. Was anfänglich schwer fällt (weil der Fokus anders ist), wird nach einiger Zeit ganz mühelos sein und Sie werden spüren, wieviel besser es Ihrer Psyche mit Büchern geht.

Ich wünsche allen Menschen, die unter Quarantäne stehen und allen, die momentan unter der Isolation sehr leiden viel Kraft und vor allem Gesundheit und Ausdauer. 

Zum Weiterlesen:

Über mich:

Ich bin Natalie Marby, Therapeutin in Hamburg. Schwerpunkte meiner Arbeit sind Angststörungen, Depressionen, bilinguale Paartherapie, außerdem behandele ich viele weitere psychische Störungen. Einen Überblick über meine Leistungen finden Sie hier: Natalie Marby psychotherapeutisches Angebot.

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