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Psychotherapie selbst bezahlen: 5 Gründe, warum sich das lohnt

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"Soll ich meine Psychotherapie selbst bezahlen?" - viele Menschen sind unsicher, ob sie die Kosten auf sich nehmen sollen. Fünf Gründe sprechen dafür:

1. Ihnen wird schnell geholfen

Mit seelischen Beschwerden ist es wie mit körperlichen Beschwerden: Wenn Sie zu lange warten, bevor Sie zum Arzt gehen, riskieren Sie, dass es chronisch wird. Dasselbe gilt für psychische Beschwerden: Verschleppte depressive Episoden, unbehandelte Angstattacken oder andere Störungen werden tendenziell gravierender, wenn sie unbehandelt bleiben. Entschließt man sich aufgrund der langen Wartezeit bei kassenärztlich zugelassenen Psychotherapeuten zu einer Psychotherapie auf eigene Kosten, kann man oft innerhalb weniger Tage seinen ersten Therapietermin wahrnehmen.

2. Ergebnisorientiertes Vorgehen

Ein weiterer Grund, warum es sich lohnt, eine Psychotherapie selbst zu bezahlen, ist der folgende: Wenn Sie die Therapie selbst bezahlen, können Sie auch ein Ergebnis erwarten. Sprich: Sie können erwarten, dass Sie sich im Laufe der Therapie besser fühlen. Kassentherapien dauern manchmal recht lange, denn Patient und Therapeut können sich Zeit lassen. Oft ist es auch wichtig, dass dieser entspannte Rahmen ohne Zeitdruck zur Verfügung steht. Vielen Menschen ist diese behutsame und ergebnisoffene Vorgehensweise jedoch nicht genug - diesen Menschen rate ich dazu, ihre Therapie aus eigener Tasche zu bezahlen, denn dann können Sie Ihren Therapeuten am Ergebnis messen und dies auch artikulieren, denn Ihr Therapeut ist in dem Fall Ihr Dienstleister.

3. Wohlfühlfaktor

Man sollte eigentlich erwarten können, dass eine Psychotherapie gute Gefühle erzeugt. Leider ist manchmal das Gegenteil der Fall, es findet eine Art Erstverschlimmerung statt. In meiner therapeutischen Arbeit achte ich darauf, dass jeder Klient sich von Anfang an kontinuierlich besser fühlt - und zwar während, nach und zwischen den Terminen. Ein immer besser werdendes Gefühl sollte meiner Meinung nach der Indikator dafür sein, dass die Therapie ihre gewünschte Wirkung zeigt. In den USA ist dies längst üblich und dort ist es eher ungewöhnlich, dass Therapien wie in Deutschland über zwei Jahre laufen, ohne dass eine fundamentale Verbesserung eintritt. Bezahlt man seine Psychotherapie selbst, hat man oft auch mehr ein Auge darauf, ob es einem wirklich guttut oder nicht. 

4. Der Therapeut muss sich mehr einbringen

Um es vorweg zu nehmen: Ich finde es richtig, dass es in Deutschland kostenfreie Therapieplätze gibt. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass viele kassenärztliche Therapeuten sehr um ihre Klienten kämpfen müssten, wenn die Kassentherapien aus eigener Tasche bezahlt werden müssten. Denn dann würden Patienten viel mehr von einer Psychotherapie erwarten. Ein Therapeut, der sich als Dienstleister versteht, muss sich einfach mehr einbringen, sich mehr zeigen und sich auch mehr anstrengen, denn sein Patient ist sein Kunde. 

5. Patienten strengen sich mehr an

Ein Patient, der seine Therapie selbst bezahlt, wird sich ebenfalls mehr anstrengen. Denn im Idealfall will er sich schnell besser fühlen und die Kosten im überschaubaren Rahmen halten. Es ist generell wichtig, dass Patienten sich in der Therapie Mühe geben, und zwar in vielerlei Hinsicht, damit der gewünschte Therapieerfolg auch eintritt. Eine Psychotherapie, die selbst bezahlt wird, ist eine gute Motivation dafür, sich einzubringen, aktiv mitzuarbeiten und sich selbst während und auch zwischen den Terminen zu reflektieren.

Erwägen Sie, Ihre Psychotherapie selbst zu bezahlen?

Ich bin Natalie Marby und ich biete Psychotherapie (Kognitive Verhaltenstherapie) auf Deutsch und Englisch an - auch online. Ich arbeite ausschließlich mit Selbstzahlern, lesen Sie hier, wie meine Klienten mich auf Google bewerten. Schreiben Sie mir bei Interesse gerne eine Nachricht, wir vereinbaren dann ein unverbindliches Ersttelefonat. Mehr Information: