Warum das Ego das grösste Problem beim Englisch sprechen ist

Das "Ego" lässt sich mit "falschem Selbstbild" übersetzen: Es will glänzen,  unangreifbar sein und bewundert werden. Das Ego macht sich abhängig von der Aussenwahrnehmung - und deswegen mag es kein Englisch, denn das vermasselt ihm die Tour. Lesen Sie hier, wie Sie beim Englischsprechen vermeiden, in die Egofalle zu geraten:

So erkennen Sie ein grosses Ego:

Ein grosses Ego erkennt man ganz leicht: Je weniger ein Mensch über sich selbst lachen kann, desto grösser ist sein Ego. Ein Chef, der auch mal selbst den Kaffee kocht oder am Kopierer steht, hat vermutlich kein grosses Ego. Jemand, dem Hierarchien sehr wichtig sind, hat dagegen mit Sicherheit ein grosses Ego. Das Ego verhindert, dass wir Dinge tun, die wir lieben und lässt uns stattdessen Dinge tun, die das Ego füttern, uns aber nicht. Beim Englischsprechen gerät das Ego völlig aus dem Konzept und manchmal sorgt es für eine Totalblockade. Das können Sie ganz leicht lockern, wenn Sie daran arbeiten, Ihr Ego zu minimieren. Und das geht so:

 

Sprechen Sie mal absichtlich "falsches" Englisch!

Ihnen fällt gerade das passende englische Wort nicht ein? Nehmen Sie das von der humorvollen Seite und fragen Sie direkt Ihren Kollegen, ob er das Wort vielleicht weiss. Nehmen Sie Englisch nicht so wichtig. Viel wichtiger ist es, eine entspannte Atmosphäre beim Englisch sprechen zu schaffen. Ob Sie Fehler machen oder nicht, interessiert nur Ihr Ego. Sie lockern das Ego, wenn Sie z.B. mal absichtlich Fehler auf Englisch machen - nur so zum Spass. Sie können es ja heimlich machen. Es ist eine sehr wirkungsvolle Übung, die ich regelmässig mit meinen Klienten mache.

 

Freuen Sie sich, wenn Ihr Kollege perfektes Englisch spricht

Nehmen Sie den Kollegen, der mit perfektem Englisch glänzt, doch dankbar als Lehrer an. So lösen Sie sich von dem Konkurrenzdenken, das wiederum das Ego speist, denn das Ego lebt von der Konkurrenz und dem Vergleich. Wenn Sie lernen, sich zu freuen, dass jemand anderes perfektes Englisch spricht und sich selbst für Ihr Englisch nicht kritisieren, dann schwächen Sie das Ego und das wird dazu führen, dass Sie sehr schnell Ihr Englisch verbessern werden. Das Ego produziert ständig Angst und Angst verhindert Lernen und blockiert Ihre Kreativität.

 

Wenn Sie im Job Probleme wegen Ihres "schlechten" Englisch bekommen...

dann fragen Sie sich doch mal: Möchten Sie diesen Job wirklich? Wollen Sie in einem Umfeld arbeiten, dass so einen immensen Druck aufbaut und dazu führt, dass im englischen Meeting jeder misstrauisch auf den anderen schielt? Wenn Sie das möchten, müssen Sie das Egospiel mitspielen. Sie haben aber immer die Wahl, kein Mensch muss sich von Englisch-Erwartungen so dermassen unter Druck setzen lassen, dass man nur noch Angst hat. Meiner Ansicht nach müssen mehr Menschen das aussprechen, was viele denken: Die Forderung nach perfektem Englisch macht zu viel Druck und ist kontraproduktiv, demotivierend und schädigt sehr oft das "Wir"-Gefühl im Team.

 

Zum Weiterlesen: "Wieso macht es so viel Spass eine Fremdsprache zu sprechen?"

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0