Englischangst bei Männern und Frauen: 6 Unterschiede

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Frauen reagieren anders bei Englisch Ängsten als Männer. Es gibt meiner Erfahrung nach 3 typisch "weibliche" und 3 typisch "männliche" Symptome für Englischangst. Welche das sind, lesen Sie hier:

 

1. Typisch weiblich: Flucht nach vorn

Das klingt paradox, aber ich habe festgestellt, dass Frauen mit Englischangst eher versuchen, die Situation irgendwie zu meistern und sich durchkämpfen. Auch wenn sie dabei schlimmste Ängste empfinden und vielleicht sogar körperlich leiden, ziehen sie es durch. Man sollte meinen, das wäre eher eine männliche Strategie, aber in meiner Praxis habe ich das immer wieder anders erlebt. Eine typische männliche Strategie ist hingegen die folgende:

 

2. Typisch männlich: Flucht nach innen

Männer schützen sich bei Englischangst eher mit Vermeidung, um sich nicht blosszustellen. Vielen Männern verschlägt es bei Englisch Panik regelrecht die Sprache und sie haben grosse Schwierigkeiten, sich dann überhaupt in ein Gespräch einzubringen. Während Frauen sich in einer solchen Situation irgendwie krampfhaft über Wasser halten, treten Männer oft den inneren Rückzug an. Das führt natürlich auch dazu, dass Englischangst oder generell Englischprobleme bei Frauen viel öfter sichtbar werden als bei Männern. Es gibt jedoch etwas, das Männer bei Englischbarrieren besser können als Frauen:

 

3. Typisch weiblich: Sich klein machen

Frauen machen sich sofort sehr, sehr klein, wenn sie sich unsicher in Englisch fühlen. Die gesamte Körpersprache zeigt: Ich weiss nichts, ich kann nichts, ich fühle mich machtlos und hilflos. Auch wenn sie sonst (in Deutsch) sehr souverän und professionell sind, verlieren diese Frauen in Englisch oft alles, was sie als starke Person ausmacht. Männer hingegen reagieren meist wie folgt:

 

4. Typisch männlich: Distanz aufbauen

Wenn sich Männer auf Englisch unsicher fühlen, treten sie oft instinktiv sehr bestimmt auf und versuchen mit Distanz und einem leicht abwehrenden Verhalten der Lage Herr zu werden. Das kann dann das Gespräch auf Englisch schwierig machen, ermöglicht aber, das Gespräch zu steuern. So schaffen es Männer, sich - anders als Frauen - nicht klein zu machen, wenn sie Englisch reden.

 

5. Typisch weiblich: Sprechen nach Gefühl

Frauen tendieren dazu, englische Sätze einfach "rauszuhauen", wenn sie unsicher sind. Sie denken nicht so viel nach, sagen oft einfach die Worte, die ihnen einfallen und hoffen dabei, dass es irgendwie richtig ist, was sie da von sich geben. Auch wenn sie sich dabei nicht wohl fühlen, machen sie es einfach und hoffen das Beste.

 

6. Typisch männlich: Englische Sätze "bauen"

Männer gehen meist strukturierter vor: Sie bauen ihre englischen Sätze nach guter alter "German Engineering" Kunst. Dabei haben sie einen deutschen Satz im Kopf, den sie Wort für Wort im Kopf übersetzen. Das Ergebnis ist dann oft ein hölzernes, sehr deutsch klingendes Englisch. Der grösste Nachteil hierbei ist jedoch, dass man bei so einer Strategie weder mit sich selbst noch mit seinem Gesprächpartner verbunden ist, weil man beim Sprechen auf seine inneren deutschen Sätze blickt. Diese Strategie hilft jedoch vielen Männern, ihre Englischangst nicht so deutlich zu spüren.

 

Weitere Informationen zum Thema Fremdsprachenangst (speziell: Angst vor Englisch) finden Sie hier: Angst, Englisch zu sprechen.

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