"Englisch ging einfach nicht in meinen Kopf"

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Trotz jahrelangem Business Englisch Unterricht konnte Marc B., 34 Jahre und Risk Management Berater, kein zusammenhängendes Gespräch auf Englisch führen. Lesen Sie hier, was ihm geholfen hat:

 

"Ich war viele Jahre sehr verzweifelt wegen Englisch. In der Schule war ich in Englisch gar nicht mal so schlecht, und im Studium habe ich mich irgendwie durchgeschummelt. Aber als ich anfing, zu arbeiten, wurde es immer schwieriger, Englisch zu vermeiden. Ich denke, dass meine Kollegen das schon lange mitbekommen hatten, dass ich kein richtiges Englisch konnte. Sie haben mir immer geholfen, so dass ich mich nie komplett blamieren musste. Irgendwann habe ich aber verstanden, dass ich was ändern musste, so ging es nicht weiter. Ich kam auch beruflich nicht weiter, weil Englisch eine Grundvoraussetzung im Bereich Risikomanagement ist und ich froh war, mich in meinem aktuellen Job einigermassen verstecken zu können.

 

Ich wusste nicht, was mein Problem war: Ich konnte ja eigentlich Englisch, aber wenn ich es sprechen sollte, kam einfach kein Wort raus. Ich hatte eine totale Sprechblockade. In meinem Kopf war nur Leere. Ich konnte das auch niemandem vermitteln, die meisten sagten sofort: "Du musst halt sprechen, dann wird das schon!" Sie verstanden nicht, dass irgendwas in mir passierte, wenn ich sprechen wollte - das war wie eine innere Barriere, die ich einfach nicht überwinden konnte. So kam ich auf die Idee, mir psychologische Hilfe zu suchen.

 

In der Therapie ging es erstmal darum, grundsätzlich zu verstehen, was eine Fremdsprache in mir für Gefühle auslöst. Die Therapeutin meinte, dass diese Gefühle (bei mir waren das starke Beschämung und Hilflosigkeit) früher schon dagewesen sein müssen, bzw. nie ganz verschwunden sind. Englisch mache das nur sichtbar, was verdrängt oder kaschiert wird, meinte sie. Wir haben uns dann daran gemacht, die Beschämung und die Hilflosigkeit umzuwandeln, was erstaunlich schnell funktioniert hat. Die Therapeutin sprach die ganze Zeit deutsch mit mir, sie sagte gleich zu Anfang, dass wir erst dann Englisch sprechen, wenn ich Lust dazu habe. "Also nie" dachte ich am Anfang noch - was aber nicht stimmte, denn schon im zweiten Termin hatte ich tatsächlich Lust, Englisch mit ihr zu sprechen. Ich konnte es nicht fassen und war von mir selbst sehr überrascht. Mein Englisch war dann natürlich holprig und erstmal voller Fehler, aber es hat mich nicht so sehr gestört. Ich sprach Englisch und die Worte kamen - von der Leere im Kopf war nichts mehr zu spüren. Ich weiss nicht, wie sie das gemacht hat. Geholfen haben mir die vielen Techniken, die die Therapeutin mir beigebracht hat, mit denen ich ins Sprechen komme und mit denen ich die Barriere überwinden kann. Ich habe eine Art "mentalen Handwerkskasten" bekommen, mit dem ich verschiedenste Situationen beim Englisch sprechen meistern kann. Ich habe dann noch weitere zwei Termine bei der Therapeutin gebucht und danach war ich "geheilt". Ich bin froh und dankbar über diese Art von Psychotherapie, das hat meine Karriere gerettet."

 

Zum Weiterlesen: Wie Psychotherapie hilft, die Angst vor dem Englisch sprechen zu überwinden.

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby, zweisprachige Therapeutin in Hamburg. Ich habe mich auf die Behandlung von Englisch Phobie spezialisiert und biete diese Arbeit auch telefonisch an. Mehr Informationen finden Sie hier: Therapie bei Angst vor dem Englisch reden.

 

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