Viele Studierende kennen die Situation: Eine englische Präsentation steht bevor und die Nervosität steigt.
Darüber wird erstaunlich selten gesprochen. Dabei erleben viele Menschen Unsicherheit, Anspannung oder Angst, wenn sie vor anderen auf Englisch präsentieren sollen.
Hier sind drei Gedanken, die hilfreich sein können.
1. Versuchen Sie nicht, die Angst sofort loszuwerden
Wenn wir nervös sind, entsteht oft der Wunsch, das unangenehme Gefühl möglichst schnell verschwinden zu lassen.
Manchmal hilft es jedoch, einen anderen Weg auszuprobieren.
Anstatt gegen die Angst anzukämpfen, können Sie für einen Moment wahrnehmen, dass sie da ist. Nervosität vor einer Präsentation ist zunächst einmal eine verständliche Reaktion auf eine Situation, die Ihnen wichtig ist.
Viele Menschen erleben, dass die Anspannung etwas leichter wird, wenn sie aufhören, gegen sie anzukämpfen.
Sie müssen sich nicht erst vollkommen ruhig fühlen, um eine gute Präsentation halten zu können.
2. Fragen Sie sich, wie Sie die Situation erleben möchten
Vor einer Präsentation kreisen die Gedanken oft um mögliche Fehler:
- Was, wenn ich ein Wort vergesse?
- Was, wenn ich mich verspreche?
- Was, wenn ich den Faden verliere?
Es kann hilfreich sein, die Aufmerksamkeit gelegentlich auf eine andere Frage zu richten:
Wie möchte ich diese Situation eigentlich erleben?
Vielleicht lauten Ihre Antworten:
- Ich möchte mich gut vorbereitet fühlen.
- Ich möchte während der Präsentation möglichst präsent bleiben.
- Ich möchte freundlich mit mir umgehen, wenn etwas nicht perfekt läuft.
- Ich möchte nach der Präsentation das Gefühl haben, es versucht zu haben.
Solche Gedanken nehmen die Nervosität nicht unbedingt weg. Sie können jedoch helfen, den Fokus etwas zu verändern.
3. Bereiten Sie sich nicht nur fachlich, sondern auch praktisch vor
Inhaltliche Vorbereitung ist wichtig. Gleichzeitig kann es hilfreich sein, die Präsentationssituation selbst zu üben.
Manche Studierende sprechen ihren Vortrag mehrmals laut durch. Andere präsentieren vor Freunden oder Familienmitgliedern.
Auch eine Videoaufnahme kann hilfreich sein. Nicht um sich kritisch zu analysieren, sondern um sich an die Situation zu gewöhnen.
Viele Menschen stellen dabei fest, dass sie auf dem Video deutlich souveräner wirken, als sie sich während des Sprechens fühlen.
Vielleicht entdecken Sie auch etwas anderes: Dass Sie nicht perfekt wirken müssen, um verständlich und kompetent zu sein.
Gerade bei englischen Präsentationen lohnt es sich, zwischen fachlicher Kompetenz und sprachlicher Perfektion zu unterscheiden.
Eine Präsentation wird nicht allein dadurch wertvoll, dass jedes englische Wort perfekt ausgesprochen wird. Oft sind die Qualität der Inhalte, die Vorbereitung und die Fähigkeit, mit kleinen Unsicherheiten umzugehen, mindestens genauso wichtig.
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