Viele Menschen kennen diese Situation:
Mitten im Gespräch, in einem Meeting oder während einer Präsentation scheint plötzlich alles weg zu sein.
Das nächste Wort fällt nicht ein.
Der Satz bricht ab.
Der Kopf wird leer.
Solche Momente können unangenehm sein.
Gleichzeitig sind sie oft viel verbreiteter, als Betroffene glauben.
Hier sind drei Gedanken, die in solchen Situationen hilfreich sein können.
1. Nicht jede Befürchtung glauben
Wenn einem beim Englisch sprechen plötzlich nichts mehr einfällt, tauchen oft sehr schnell negative Gedanken auf:
- “Jetzt blamiere ich mich.”
- “Jetzt merken alle, dass mein Englisch nicht gut genug ist.”
- “Jetzt habe ich versagt.”
In solchen Momenten kann es hilfreich sein, einen Schritt zurückzutreten und sich zu fragen:
Ist das gerade eine Tatsache — oder eine Befürchtung?
Oft sind wir in Stresssituationen deutlich strenger mit uns selbst als mit anderen Menschen.
Ein kleiner Perspektivwechsel kann helfen:
- Jeder sucht gelegentlich nach Worten.
- Jeder hat Unsicherheiten.
- Ein kurzer Moment der Sprachlosigkeit sagt wenig über die eigene Kompetenz aus.
2. Zur Situation zurückkehren
Viele Menschen beschreiben während eines Blackouts eine Art Tunnelblick.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nur noch auf das eigene Englisch.
Auf das fehlende Wort.
Auf die Angst, wie man wirkt.
Manchmal hilft es, den Blick wieder etwas zu öffnen.
Nehmen Sie wahr:
- Wo befinden Sie sich gerade?
- Wer sitzt Ihnen gegenüber?
- Was geschieht tatsächlich in diesem Moment?
Oft ist die Situation weniger bedrohlich, als sie sich innerlich anfühlt.
Eine kurze Pause, ein Atemzug oder ein Blick zurück zum Gesprächspartner können helfen, wieder etwas mehr Boden unter den Füßen zu spüren.
3. Vorbereitung hat ihre Grenzen
Viele Menschen bereiten sich auf englische Gespräche sehr sorgfältig vor.
Das kann hilfreich sein.
Manchmal entsteht jedoch ein anderes Problem:
Man versucht, das Gespräch bereits im Voraus vollständig zu kontrollieren.
Doch Gespräche entwickeln sich selten exakt nach Plan.
Eine Fremdsprache bringt immer ein gewisses Maß an Unvorhersehbarkeit mit sich.
Deshalb besteht gute Vorbereitung vielleicht nicht nur darin, möglichst viele Formulierungen einzuüben.
Sondern auch darin, sich zu erlauben, auf das zu reagieren, was tatsächlich passiert.
Wenn ein Blackout doch passiert
Vielleicht besteht das Ziel nicht darin, jeden Blackout zu vermeiden.
Vielleicht besteht es darin, zu erleben, dass man auch mit solchen Momenten umgehen kann.
Ein fehlendes Wort.
Eine kurze Pause.
Ein unvollständiger Satz.
All das gehört zu menschlicher Kommunikation dazu.
Und oft reagieren andere Menschen deutlich gelassener darauf, als wir selbst.
Wenn Sie mehr über die möglichen Hintergründe von Englischangst (Angst, Englisch zu sprechen) erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen:
