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Die Angst, andere mit dem Schulenglisch zu nerven

“Mein Englisch klingt bestimmt furchtbar.”

 

“Das ist doch nur Schulenglisch.”

 

“Ich komme mir vor, als würde ich andere aufhalten.”

 

Solche Sätze höre ich immer wieder von Menschen, die Angst haben, Englisch zu sprechen.

 

Interessanterweise geht es dabei oft weniger um die tatsächlichen Sprachkenntnisse als um die eigene Wahrnehmung.

Was ist eigentlich "Schulenglisch"?

Viele Menschen verwenden das Wort Schulenglisch, wenn sie über ihr Englisch sprechen.

 

Gemeint ist damit oft:

  • nicht flüssig genug
  • nicht spontan genug
  • nicht elegant genug
  • nicht professionell genug

Das Wort klingt fast immer abwertend.

 

Dabei ist Schulenglisch zunächst einmal etwas ganz Positives:

 

Es ist die Grundlage, auf der viele Menschen überhaupt gelernt haben, sich in einer Fremdsprache auszudrücken.

Wenn der Fokus zu stark auf den Worten liegt

Eine Beobachtung aus meiner Arbeit:

 

Viele Menschen richten beim Englisch sprechen ihre gesamte Aufmerksamkeit auf die Sprache.

 

Sie überlegen:

  • Ist die Grammatik richtig?
  • Ist das die passende Vokabel?
  • Klingt das gut genug?

Das ist verständlich.

 

Gleichzeitig kann dadurch etwas anderes in den Hintergrund geraten:

 

Die eigentliche Begegnung mit dem Menschen, der vor einem steht.

Kommunikation ist mehr als perfekte Sprache

Die meisten Gespräche bestehen nicht nur aus Worten.

 

Sie bestehen auch aus:

  • Aufmerksamkeit
  • Interesse
  • Mimik
  • Gestik
  • Präsenz

Viele Menschen erinnern sich nach einem Gespräch nicht daran, ob jeder Satz grammatikalisch korrekt war.

 

Sie erinnern sich daran, wie sich die Begegnung angefühlt hat.

Ein kleiner Perspektivwechsel

Vielleicht hilft es deshalb, die Aufmerksamkeit gelegentlich zu verschieben.

 

Nicht nur auf die Frage:

 

“Ist mein Englisch gut genug?”

 

Sondern auch auf die Frage:

 

“Bin ich noch mit meinem Gegenüber verbunden?”

 

Manchmal verändert diese kleine Verschiebung überraschend viel.

Vielleicht nervt nicht das Schulenglisch

Viele Menschen befürchten, dass andere von ihrem Englisch genervt sein könnten.

 

Meine Erfahrung ist:

 

Die meisten Gesprächspartner reagieren deutlich verständnisvoller, als wir erwarten.

 

Vor allem dann, wenn sie merken, dass echtes Interesse und echte Kommunikation vorhanden sind.

 

Vielleicht geht es deshalb weniger darum, perfektes Englisch zu sprechen.

 

Und etwas mehr darum, sich trotz Unsicherheit auf die Begegnung einzulassen.

 

Denn oft entsteht Verbindung nicht durch perfekte Sprache.

 

Sondern durch die Bereitschaft, miteinander in Kontakt zu bleiben.


Wenn Sie mehr über die möglichen Hintergründe von Englischangst (Angst, Englisch zu sprechen) erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen: