Sprachkurs & Therapie - ein Widerspruch?

"Muss ich denn gleich zum Therapeuten, ich habe doch nur Hemmungen, auf Englisch zu reden...?" - Ja, stimmt. Es sind nur Hemmungen, und es geht nur um Englisch. Aber solche Hemmungen, Ängste oder Blockaden können einem das Leben verdammt schwer machen, denn es geht...

 

...um eine Sprache, um die man heute kaum herumkommt: Englisch. Bei manchen zeigen sich nur Unsicherheiten. Bei anderen richtige Panik-Attacken. Und egal ob Unsicherheit oder Panik: alle Menschen, die zu mir kommen, leiden seelisch und meist auch körperlich sehr. Und sie finden nirgendwo Hilfe, denn dieses Thema wird tabuisiert. Es ist peinlich, Englisch-Hemmungen zu haben. Unprofessionell. Manche Sprachenschulen geben zwar an, auch Hemmungen zu beseitigen, doch bisher habe ich keine überzeugenden Hinweise darauf gefunden, dass dies in Deutschland zielgerichtet und lösungsorientiert angegangen wird.

 

Meist geht man davon aus, dass ein Sprachkurs "es schon richten wird". Man muss halt üben, es fehlt die Praxis, das wird schon, wenn man seine Vokabeln lernt und einfach mal ein bisschen mehr Arbeit und Fleiß investiert. Da keiner über seine Ängste spricht, fühlt sich fast jeder mit seinen Englisch-Blockaden allein. Der Punkt, den ich hier machen möchte, ist folgender: Englisch-Hemmungen sind sehr komplex, sie sind nicht einfach mit einem Sprachkurs zu beheben, denn es geht nicht um das Lernen, sondern um das Gefühl, das mit Englisch verbunden ist. Das ist bei jedem Menschen anders und deswegen gibt es für Englisch-Hemmungen keine Standardlösungen.

 

In meinem Unterricht schaue ich mir zunächst an, was für ein Mensch da vor mir sitzt: mit welchem Gefühl spricht er oder sie die fremde Sprache? Wie wird damit umgegangen, dass ich korrigiere? Was passiert, wenn ein Wort fehlt? Oder wenn dieser Mensch mich nicht versteht? Im Prinzip geht es um den Umgang mit dem Fremden. Da ich Kunsttherapeutin bin, arbeite ich häufig mit visuellen Übungen. Eine davon können Sie auch zu Hause ausprobieren: Nehmen Sie sich ein Blatt und einen Stift. Stellen Sie sich die deutsche Sprache und die englische Sprache als geometrische Formen vor und zeichnen Sie sie auf das Blatt. Wenn Sie fertig sind, schauen Sie mal, was Sie empfinden, wenn Sie diese beiden Formen ansehen: Was sagen die Formen Ihnen? Sehen Sie Hinweise auf Ihr Problem? Gibt es Auffälligkeiten? Was braucht die englische Form, um so zu werden, wie die deutsche?

 

So eine Übung "für den Hausgebrauch" löst natürlich nicht das Problem der Englisch-Hemmungen. Sie soll Ihnen nur verdeutlichen, wie ich arbeite und warum es kein Widerspruch ist, einen Sprachkurs und psychologische Methoden miteinander zu verbinden. Die Ursachen für Fremdsprachenhemmungen liegen tiefer und reichen manchmal zurück bis in die Schulzeit oder Kindheit. Oft geht es um Leistungsdruck, Versagensängste oder mangelndes Selbstwertgefühl und an diese Bereiche kommt man ohne Psychologie nicht ran. Deshalb: Scheuen Sie sich nicht, diesen ersten Schritt zu machen und sich einzugestehen, dass Sie es ohne fremde Hilfe nicht schaffen. Sie sind nicht allein - es geht sehr vielen Menschen genau wie Ihnen. Die gute Nachricht ist: Mit der richtigen Begleitung können Sie es schaffen.

 

Nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf und wir schauen mal, was ich für Sie tun kann. Hier finden Sie meine Kontaktdaten. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

 

 

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