3 deutsche Verhaltensweisen, auf die Engländer negativ reagieren (und die Sie überraschen werden)

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Diese 3 Verhaltensweisen habe ich noch in keinem interkulturellen Ratgeber gelesen. Lesen Sie hier, was Engländer (aber auch Amerikaner, Australier, Kanadier etc.) innerlich zur Weissglut bringt, wenn sie mit Deutschen zu tun haben:

1. Mitten im Satz lauter sprechen, um seinen Satz zuende zu bringen

Dieses Verhalten werden sie NIEMALS in einem englischsprachigen Land erleben. In Deutschland ist es jedoch vollkommen üblich, mitten im Satz die Lautstärke anzuheben, um eventuelle Unterbrechungen von vornherein zu vermeiden und um seinem Gesagten mehr Ausdruck zu verleihen. Mein Rat: Tun Sie das nicht, vor allem nicht im Business. Es gilt als ausgesprochen unhöflich und lässt Ihr englischsprachiges Gegenüber innerlich zurückweichen. Äusserlich werden Sie jedoch niemals spüren, dass dieses Verhalten negativ wirkt. Das ist das Schwierige daran.

 

2. Private Fragen

Deutsche wollen tiefergehende Gespräche führen und hassen Small Talk. Englischsprachige Menschen hassen tiefergehende Gespräche (ausser in der Familie und im engsten Freundeskreis) und lieben Small Talk. So einfach ist das! Den Fehler, den Deutsche jedoch machen und den ich immer wieder in Meetings selbst beobachtet habe ist, nach etwas Privatem zu fragen - und "privat" ist für Amerikaner zum Beispiel schon die Frage danach, ob sie ihren Job mögen oder ihre Heimatstadt. Seien Sie vorsichtig mit solchen Fragen, bleiben Sie oberflächlich - es sei denn, Sie wollen riskieren, dass sich Ihr Gegenüber innerlich sehr über Sie ärgert.

 

3. "Come, let's go!"

"Come, let's go!" klingt für Deutsche total harmlos, sie denken, es heisst soviel wie "Komm, lass uns gehen" - und das ist in Deutschland eine übliche Aufforderung und nicht unhöflich. Für englischsprachige Menschen klingt das aber wie ein Befehl (in etwa wie "Geh los!"). Es ist daher besser, den anderen vorher zu fragen, ob er soweit ist, zum Beispiel so: "Are you ready? Then let's go."  Oder wie man es in Grossbritannien macht: "Shall we go?"  So schaffen Sie eine angenehme und positive - und vor allem offene - Atmosphäre.

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby, zweisprachige Therapeutin in Hamburg (und online). Mein Schwerpunkt ist die Arbeit mit Menschen, die eine Angst vor Fremdsprachen haben und vor anderen Menschen nur schwer oder gar nicht Englisch sprechen können. Hier erfahren Sie mehr: Therapie bei Englischphobie.

 

Zum Weiterlesen: 9 höfliche englische Sätze, die Deutsche oft missverstehen.

 

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