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Warum Bücher lesen gut für die Psyche ist: 3 Gründe

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Wer etwas für seine seelische Gesundheit tun will, sollte (vor allem abends) mehr Bücher lesen. Warum uns gerade ein Buch mental so stärkt, erfahren Sie hier:

 

1. Ein Buch bringt uns mehr in den gegenwärtigen Moment

Dadurch, dass man bei einem Buch selbst bestimmt, wie schnell man liest, wann man die Seite umblättert, wann man nach seinem Tee oder etwas anderem greift, ist man selbst mehr Dirigent als Konsument. Es ist viel leichter, ein Buch zuzuklappen als einen Film zu stoppen. Einen Film mittendrin zu stoppen, kann für viele Menschen nahezu unmöglich sein. Das liegt daran, dass bewegte Bilder plus Ton uns fast "hypnotisieren" und ein zu starkes Momentum aufbauen. Dieses starke Momentum ist stärker als der Wunsch, zum Beispiel schlafen zu gehen. Vor allem für Menschen, die seelisch vorübergehend instabil sind, ist Filme schauen zwar reizvoll, weil sehr ablenkend, aber auch gefährlich aufgrund dieses übermächtigen Momentums, das sie zu sehr aus dem gegenwärtigen Moment zieht. Im gegenwärtigen Moment zu bleiben ist wichtig, um sich psychisch stark und mit sich selbst verbunden zu fühlen. Wenn man im gegenwärtigen Moment ist, ist man "bei sich" und dann fühlen sich Sorgen oder negative Gedanken viel weniger bedrohlich an.

 

2. Ein Buch bringt Ruhe in den Kopf

Viele empfinden das als Nachteil, oder sogar als störend: Ein Buch macht ruhiger, man kommt mehr zu sich selbst beim Lesen. Gerade Menschen, die mit Stress kämpfen und psychisch nicht in Bestform sind, empfinden diese Ruhe beim Lesen oft als bedrohlich, weil sie sich selbst plötzlich spüren. Wenn man lange kein Buch mehr gelesen hat, erfordert es vor allem abends zunächst etwas Disziplin, um vom Filme schauen wieder auf Bücher lesen umzuschwenken. Fernsehen, Netflix etc. ist deshalb vermeintlich entspannender, weil dieses Momentum, das einen in den Bann zieht, so stark ist. Das kann für mental starke Menschen tatsächlich entspannend sein, aber wer mit Depressionen oder Ängsten kämpft, sollte überlegen, lieber öfter zum Buch zu greifen. Oder es zumindest zuerst mit einem Buch zu versuchen, bevor man den Fernseher einschaltet (andersherum ist es oft unmöglich, daran ist wieder das erwähnte Momentum schuld).

 

3. Bücher lesen ermöglicht einen besseren Schlaf

Dadurch, dass das Gehirn nicht so viele optische Reize verarbeiten muss, lässt uns ein Buch vor dem Schlafengehen einfach besser entspannen und friedlicher einschlafen. Auch hier gilt: Wer seelisch stark und stabil ist, für den ist ein Film abends vor dem Schlafengehen kein Problem und wird auch den gesunden Schlaf nicht stören. Wer aber gerade mit sich ringt, viele Sorgen hat oder sich unsicher bezüglich seiner Selbst, seiner Zukunft oder sonstigen Lebensthemen fühlt, der tut besser daran, abends ein positives, entspannendes Buch zu lesen. Bücher erden und geben das Gefühl von Sicherheit. Bücher bringen eine Ruhe in den Abend, und diese Ruhe braucht im Grunde jeder Mensch nach einem anstrengenden Arbeitstag. Eigentlich sollten Bücher heute gar nicht mehr existieren, wenn man vor 10 Jahren den Prognosen der Medienindustrie geglaubt hätte. Der Grund, warum Bücher jedoch nach wie vor gefragt sind, ist genau dieser Vorteil: Ein Buch entschleunigt, ein Buch gibt Sicherheit und Erdung, ein Buch gibt einem das Gefühl von Kontrolle. Und Lesen stärkt die Kreativität. Mein Tipp: Entwickeln Sie ein schönes Ritual rund um das abendliche Lesen. Rituale stärken uns und irgendwann können wir gar nicht mehr ohne. Und das Bücher lesen wird nach einiger Zeit so wohltuend sein, dass Sie es gar nicht mehr missen möchten.

 

Zum Weiterlesen: Mehr Selbstliebe entwickeln in 3 einfachen Schritten.

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby, Therapeutin in Hamburg. Ich arbeite aber auch mit vielen Menschen ausserhalb von Hamburg telefonisch. Eine Übersicht über meine Therapie Schwerpunkte finden Sie hier: Mein Angebot.

 

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