Viele Menschen fühlen sich unsicher, wenn sie Englisch sprechen sollen.
Das allein bedeutet noch nicht, dass ein größeres Problem vorliegt. Nervosität in einer Fremdsprache ist etwas sehr Menschliches.
Manchmal geht die Belastung jedoch über normale Unsicherheit hinaus.
Früher wurde in diesem Zusammenhang gelegentlich der Begriff Xenoglossophobie verwendet. Heute spreche ich meist von Fremdsprachenangst oder Englischangst.
Doch woran könnte man erkennen, dass die Angst einen größeren Einfluss auf das eigene Leben hat?
1. Die Reaktion ist stärker als die Situation
Viele Menschen berichten von körperlichen Reaktionen, wenn sie Englisch sprechen sollen:
- Herzklopfen
- Anspannung
- Zittern
- Schwitzen
- ein Gefühl von Enge
- innere Unruhe
Solche Reaktionen sind nicht ungewöhnlich.
Interessant wird es oft dann, wenn die Intensität der Angst in keinem Verhältnis mehr zur Situation zu stehen scheint.
Zum Beispiel dann, wenn bereits der Gedanke an ein englisches Gespräch starke Anspannung auslöst.
2. Englischsituationen werden zunehmend vermieden
Ein weiterer möglicher Hinweis ist Vermeidung.
Vielleicht lehnen Sie bestimmte berufliche Möglichkeiten ab.
Vielleicht vermeiden Sie Besprechungen, Präsentationen oder Gespräche auf Englisch.
Vielleicht hoffen Sie ständig, dass jemand anderes übernimmt.
Vermeidung ist zunächst verständlich. Sie schützt kurzfristig vor unangenehmen Gefühlen.
Langfristig kann sie jedoch dazu führen, dass die Angst bestehen bleibt oder sogar größer wird.
3. Die Belastung begleitet Sie über längere Zeit
Viele Menschen erleben gelegentliche Unsicherheit beim Englisch sprechen.
Manche berichten jedoch von einer Belastung, die sie über Jahre begleitet.
Häufig tauchen dabei Gedanken auf wie:
- Ich bin nicht gut genug.
- Andere beurteilen mich.
- Ich werde mich blamieren.
- Ich werde den Anforderungen nicht gerecht.
Solche Gedanken können viel Energie binden und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten beeinträchtigen.
Dabei geht es oft nicht nur um die Sprache selbst.
Manchmal berührt Englisch Themen wie Selbstvertrauen, Scham oder die Angst, Fehler zu machen.
Nicht jede Englischangst braucht dieselbe Unterstützung
Menschen unterscheiden sich darin, was ihnen hilft.
Manche profitieren von mehr Sprachpraxis.
Andere stellen fest, dass ihre Schwierigkeiten weniger mit der Sprache selbst zu tun haben und mehr mit ihrer inneren Reaktion auf bestimmte Situationen.
Deshalb lohnt es sich oft, zunächst neugierig zu beobachten:
Was genau macht mir eigentlich Angst?
Nicht jeder Mensch wird dieselbe Antwort auf diese Frage finden.
Aber häufig beginnt genau dort ein besseres Verständnis der eigenen Situation.
Wenn Sie mehr über die möglichen Hintergründe von Englischangst erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen:
