Viele Menschen kontaktieren mich mit einer ähnlichen Frage:
“Kann man die Angst vor dem Englisch sprechen überwinden?”
Die Frage ist verständlich.
Wer unter Englischangst leidet, möchte meist vor allem eines:
sich endlich sicherer fühlen.
Doch im Laufe der Jahre habe ich etwas Interessantes beobachtet.
Die Angst zeigt sich oft nicht, wenn wir über Englisch sprechen.
Sie zeigt sich erst, wenn wir tatsächlich Englisch sprechen.
Über Englisch sprechen ist etwas anderes als Englisch sprechen
Viele Menschen können sehr klar beschreiben, was passiert.
Sie wissen bereits:
- dass sie Angst vor Bewertung haben
- dass sie sich unter Druck setzen
- dass sie sich selbst stark kritisieren
- dass sie sich vor Fehlern fürchten
Oft haben sie darüber schon lange nachgedacht.
Trotzdem verändert sich wenig.
Nicht weil diese Beobachtungen falsch wären.
Sondern weil die eigentliche Erfahrung häufig erst in dem Moment auftaucht, in dem Englisch tatsächlich gesprochen wird.
Deshalb arbeite ich nicht nur mit Gesprächen über die Angst
In meinen Sitzungen geht es nicht darum, jemanden ins kalte Wasser zu werfen.
Aber es geht auch nicht nur darum, über die Angst zu sprechen.
Stattdessen bringen wir die englische Sprache langsam und behutsam in die Sitzung.
Manche Menschen hören zunächst einfach nur zu.
Es gibt keinen Zeitpunkt, an dem jemand plötzlich Englisch sprechen muss.
Die Sprache kommt erst dann in die Sitzung, wenn genügend Sicherheit entstanden ist und der nächste Schritt stimmig erscheint.
Später beantworten sie vielleicht einzelne einfache Fragen.
Erst nach und nach entsteht ein Gespräch.
Nicht mit dem Ziel, etwas leisten zu müssen.
Sondern mit dem Ziel, wahrzunehmen:
Was passiert eigentlich in mir, während ich Englisch spreche?
Die Sprache wird zum Beobachtungsraum
Manchmal bemerken Menschen plötzlich, wie früh der innere Druck beginnt.
Manchmal fällt ihnen auf, dass sie sich innerlich anspannen, noch bevor sie den ersten Satz sagen.
Manchmal entdecken sie, wie viel Energie sie darauf verwenden, Fehler zu vermeiden.
Und manchmal wird deutlich, dass die Angst vor dem Englisch sprechen nicht nur mit Englisch zu tun hat.
Die Sprache wird dabei nicht zum Problem.
Sie wird zum Ort, an dem etwas sichtbar werden kann.
Es geht nicht darum, die Angst wegzumachen
Ich arbeite nicht mit schnellen Techniken, um die Angst möglichst rasch verschwinden zu lassen.
Mich interessiert etwas anderes:
Was verändert sich, wenn man der Angst nicht sofort entkommen muss?
Was wird hörbar, wenn man ihr für einen Moment zuhört?
Was passiert, wenn man sich selbst währenddessen nicht bewertet?
Viele Menschen erleben zum ersten Mal, dass sie Englisch sprechen können, während sie gleichzeitig mit sich selbst in Kontakt bleiben.
Nicht perfekt.
Nicht fehlerfrei.
Aber präsent.
Ein überschaubarer Rahmen
Deshalb biete ich zunächst drei Sitzungen an.
Das Tempo wird dabei nicht von einem festen Programm bestimmt, sondern von dem, was sich für den jeweiligen Menschen machbar und sicher anfühlt.
Diese drei Sitzungen sind kein Versprechen auf eine bestimmte Veränderung.
Sie sind ein geschützter Rahmen, um die eigene Erfahrung in Ruhe zu erforschen.
Für manche Menschen reicht das bereits aus.
Andere entscheiden sich danach, weiterzuarbeiten.
Beides ist möglich.
Wichtiger als ein bestimmtes Ergebnis ist für mich etwas anderes:
Dass genug Raum entsteht, damit Sie sich selbst begegnen können — auch dort, wo Englisch bisher Angst, Druck oder Unsicherheit ausgelöst hat.
Wenn Sie mehr über die möglichen Hintergründe von Englischangst (Angst, Englisch zu sprechen) erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen:
