"Ich dachte, ich stürze in ein tiefes Loch und komme da nicht mehr raus"

Dies ist ein Erfahrungsbericht von Dominik M., Leiter Investor Relations, der 1 Jahr lang meine Therapie besucht hat: „Als ich zu Natalie kam, stand ich beruflich mit dem Rücken zur Wand. Jahrelang wusste ich um mein Englisch-Problem, aber ich habe nichts dagegen unternommen. Zum Teil auch, weil ich ...

... nirgendwo Hilfe fand. Ich spreche fließend und fehlerfrei Englisch, habe in Amerika studiert und viele englischsprachige Freunde aus dieser Zeit. Aber wenn ich beruflich Englisch sprechen musste, schnürte sich mir der Hals zu. Manchmal saß ich am Schreibtisch, das Telefon klingelte und ich sah eine ausländische Nummer – und sofort überkam mich ein ungutes Gefühl. Ich konnte mich zwar zwingen, das Telefonat anzunehmen, aber ich war in solchen Gesprächen fachlich richtig schlecht, weil ich während des ganzen Telefonats Panik hatte. Meine Angst war, steckenzubleiben und ein Wort nicht zu wissen oder etwas nicht zu verstehen und dann nicht weiter zu wissen, schweigen zu müssen, während der andere peinlich berührt wartet. In meinem Kopfkino spielte sich das Szenario in Sekundenschnelle ab und blockierte mich total. Und das, obwohl mein Englisch sehr gut ist. Noch schlimmer war es in Meetings: Die Vorstellung, etwas sagen zu müssen und dann steckenzubleiben – grauenhaft. Alle schauen mich an, warten, während ich in ein tiefes Loch abstürze, aus dem ich nicht mehr rauskomme. Ich muss mir dann von meinen Kollegen helfen lassen, ernte Mitleid und schäme mich in Grund und Boden. Das waren meine Gefühle und Gedanken, bevor ich zu Natalie kam.

 

In der Therapie haben wir dann zunächst diese Gefühle und Vorstellungen „seziert“ – was genau ist es, das mir Angst macht und ist die Realität wirklich so, wie ich es mir vorstelle? Was ist so schlimm daran, sich von Kollegen mal helfen zu lassen, wenn einem ein Wort fehlt? Und was zeigt sich vermeintlich in meiner Englisch-Schwäche? Ich habe in der Arbeit mit Natalie gelernt, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, aus dem tiefen Loch herauszukommen. Besser noch: es gibt viele Möglichkeiten, da gar nicht erst hineinzufallen. Diese Möglichkeiten habe ich vorher in meiner Angst gar nicht gesehen. Hinzu kommt ein persönlicher Aspekt, den ich ebenfalls vorher nicht gesehen habe und der das Verhältnis zu einem meiner Mitarbeiter betraf. Als ich das erkannte, konnte ich entsprechend handeln und die Situation für mich verändern. Daraus ergab sich der eigentliche Wendepunkt, der meine Englisch-Angst dann auch langfristig beseitigt hat.“

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