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Warum Englisch am Telefon manchmal zum Blackout führt

Viele Menschen beschreiben ein ähnliches Erlebnis:

 

Sie können Englisch sprechen.

 

Sie können E-Mails schreiben.

 

Sie können sich in persönlichen Gesprächen verständigen.

 

Doch am Telefon scheint plötzlich alles schwieriger zu werden.

 

Die Worte verschwinden.

 

Der Kopf wird leer.

 

Und manchmal entsteht das Gefühl, überhaupt kein Englisch mehr zu können.

 

Warum das so ist, lässt sich nicht eindeutig beantworten.

 

Aber es gibt einige Beobachtungen, die immer wieder auftauchen.

Wenn wichtige Rückmeldungen fehlen

Telefonate unterscheiden sich von persönlichen Gesprächen.

 

Man sieht keine Mimik.

 

Kein Nicken.

 

Kein Lächeln.

 

Keine kleinen Zeichen, die zeigen, ob das Gegenüber verstanden hat.

 

Manche Menschen bemerken diesen Unterschied kaum.

 

Andere reagieren sehr empfindlich darauf.

 

Vielleicht entsteht ein Gefühl von Unsicherheit.

 

Vielleicht die Sorge, missverstanden zu werden.

 

Oder die Frage:

 

“Kommt das, was ich sagen möchte, überhaupt an?”

Wenn der Druck steigt, wird Sprache oft schwieriger

Ein Blackout bedeutet nicht automatisch, dass Sprachkenntnisse fehlen.

 

Viele Menschen berichten, dass ihnen genau die Wörter fehlen, die sie eigentlich kennen.

 

Gerade unter Druck scheint Sprache manchmal weniger verfügbar zu sein.

 

Je stärker die Aufmerksamkeit auf die eigene Leistung gerichtet wird, desto schwieriger wird es oft, spontan zu sprechen.

Ein kleiner Anker kann hilfreich sein

Vor vielen Jahren habe ich mit einigen Klientinnen und Klienten eine einfache Übung ausprobiert.

 

Sie suchten sich vor einem Telefonat ein freundliches Gesicht aus — manchmal ein Foto, manchmal nur eine innere Vorstellung.

 

Nicht als Technik gegen Angst.

 

Sondern als kleine Erinnerung daran, dass am anderen Ende ein Mensch sitzt.

 

Manche Menschen empfanden das als überraschend hilfreich.

 

Nicht weil das Problem dadurch verschwand.

 

Sondern weil es etwas von der Anonymität und Ungewissheit nahm.

Hilfreich bedeutet nicht endgültig

Solche kleinen Hilfen können wertvoll sein.

 

Sie können den Druck reduzieren.

 

Sie können dabei helfen, schwierige Situationen zu bewältigen.

 

Gleichzeitig lösen sie nicht unbedingt die Fragen, die darunter liegen.

 

Wenn Englisch am Telefon immer wieder starke Reaktionen auslöst, lohnt es sich manchmal, auch darauf zu schauen.

 

Was macht diese Situation so schwierig?

 

Was genau fühlt sich unsicher an?

 

Was geschieht in mir, wenn ich die Stimme höre, aber die Person nicht sehen kann?

Vielleicht geht es um mehr als Sprache

Früher habe ich versucht, solche Erfahrungen möglichst genau zu erklären.

 

Heute bin ich vorsichtiger geworden.

 

Ich weiß nicht, warum Telefonate manche Menschen so stark belasten.

 

Aber ich habe oft erlebt, dass hinter der Sprache noch etwas anderes liegt.

 

Etwas, das gesehen werden möchte.

 

Und manchmal beginnt die Veränderung nicht damit, dass man das perfekte Gegenmittel findet.

 

Sondern damit, dass man die eigene Erfahrung ernst nimmt.

 

Mit etwas mehr Geduld.

 

Und etwas mehr Präsenz.


Wenn Sie mehr über die möglichen Hintergründe von Englischangst (Angst, Englisch zu sprechen) erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen: