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Warum wird Panik beim Englischsprechen manchmal trotz Lernen nicht kleiner?

Viele Menschen reagieren auf ihre Englischangst zunächst ganz verständlich:

 

Sie lernen mehr.

 

Sie wiederholen Vokabeln.

 

Sie besuchen einen Sprachkurs.

 

Für viele ist das genau der richtige Schritt.

 

Manchmal passiert jedoch etwas Unerwartetes.

 

Die Sprachkenntnisse verbessern sich.

 

Die Panik bleibt.

Lernen und Angst sind nicht dasselbe

Wenn Sie Ihre Sprachkenntnisse erweitern möchten, kann ein Sprachkurs sehr hilfreich sein.

 

Gerade ein einfühlsamer Lehrer oder eine unterstützende Lerngruppe können viel Sicherheit vermitteln.

 

Dennoch erleben manche Menschen, dass ihre Angst beim Sprechen bestehen bleibt.

 

Nicht, weil sie zu wenig gelernt hätten.

 

Sondern weil die Angst möglicherweise eine andere Ebene berührt als den Wortschatz oder die Grammatik.

Manchmal entsteht zusätzlicher Druck

Viele Menschen hoffen, dass sie sich sicher fühlen werden, sobald sie genug gelernt haben.

 

Wenn diese Sicherheit trotz intensiven Lernens ausbleibt, entsteht leicht ein neuer Gedanke:

 

“Ich muss noch mehr lernen.”

 

So kann sich ein Kreislauf entwickeln, in dem das Lernen immer mehr die Aufgabe übernimmt, die Angst verschwinden zu lassen.

 

Dabei ist Lernen ursprünglich etwas ganz anderes.

 

Es erweitert die Sprache.

 

Es kann jedoch nicht garantieren, dass sich jede Form von Angst auflöst.

Was geschieht eigentlich während der Panik?

Menschen beschreiben Panik beim Englischsprechen sehr unterschiedlich.

 

Manche erleben Herzklopfen oder Atemnot.

 

Andere spüren plötzlich Leere im Kopf.

 

Wieder andere möchten am liebsten aus der Situation verschwinden.

 

Solche Reaktionen können sehr belastend sein.

 

Sie sagen jedoch nicht automatisch etwas über Ihre Englischkenntnisse aus.

 

Vielleicht lohnt sich deshalb eine andere Frage:

 

Was geschieht in mir, wenn diese Panik auftaucht?

Therapie und Sprachunterricht verfolgen unterschiedliche Ziele

In einer Therapie geht es nicht darum, neue Vokabeln zu lernen.

 

Und in einem Sprachkurs geht es nicht in erster Linie darum, innere Angst zu verstehen.

 

Beides kann seinen Platz haben.

 

Manche Menschen profitieren ausschließlich von einem Sprachkurs.

 

Andere stellen fest, dass ihre eigentliche Schwierigkeit nicht mehr im Lernen der Sprache liegt, sondern in dem, was während des Sprechens in ihnen geschieht.

 

Dann kann eine psychotherapeutische Begleitung hilfreich sein.

Wie wir damit in der Therapie arbeiten

In meinen Sitzungen versuchen wir deshalb nicht, die Panik möglichst schnell zu beseitigen.

 

Wir schauen gemeinsam darauf, wie sie entsteht.

 

Welche Gedanken tauchen auf?

 

Wie reagiert Ihr Körper?

 

Und was scheint diese Reaktion in diesem Moment schützen zu wollen?

 

Viele Menschen erleben, dass die Panik langsam verständlicher wird, wenn sie ihr nicht mehr nur mit Anstrengung begegnen.

 

Nicht, weil die Sprache plötzlich leichter wird.

 

Sondern weil sie ihrer eigenen Erfahrung mit mehr Ruhe und Verständnis begegnen können.


Wenn Sie mehr über die möglichen Hintergründe von Englischangst (Angst, Englisch zu sprechen) erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen: