"Ich schaffe es nicht, Englisch zu sprechen" - Wer oder was blockiert einen da eigentlich?

Die Angst, vor fremden Menschen Englisch zu reden, kann manchmal so stark sein, dass man sich komplett gelähmt fühlt. Aber wer oder was stellt sich einem da in den Weg? Es ist ein Rest aus der Vergangenheit, der in die Gegenwart hineinwirkt. Hier erfahren Sie mehr:

Blockierende Gedanken

Gedanken sind das mächtigste Werkzeug, um Dinge zu schaffen. Wenn Sie fest daran glauben, dass Sie kein Englisch können (zum Beispiel weil Ihnen ein Lehrer früher das Gefühl gegeben hat), dann werden Sie auch kein Englisch sprechen. Umgekehrt funktioniert es aber genauso: Wenn Sie daran glauben, dass Sie Englisch sprechen können, dann können Sie es auch. Jetzt werden Sie fragen:Wie schaffe ich es, daran zu glauben, dass ich flüssiges Englisch sprechen kann? Ganz einfach: Indem Sie gute Spracherlebnisse haben. Aus meiner Sicht ist das ein zentraler Punkt auf dem Weg zur Befreiung von Englischangst. Sie müssen erleben, wie es sich anfühlt, frei und ohne Hemmungen Englisch zu sprechen. Wie man das schafft, wenn man doch eigentlich kein Englisch kann: Es gibt die Methode des "Mitschwingens", das ist so ähnlich wie beim Tanzen - einer führt, der andere lässt sich führen. Sprache funktioniert ganz ähnlich, und selbst wenn man glaubt, eine Fremdsprache nicht zu können, erlebe ich immer wieder bei meinen Kunden, wie sie mit dieser Methode plötzlich Englisch sprechen und selbst gar nicht verstehen, wo das gerade herkommt.

 

Verdrängte Gefühle

Gerade im vorsprachlichen Alter (unter 2 Jahre) können negative Erlebnisse mit dem Erlernen der eigenen Muttersprache zu einer späteren Verunsicherung in der Fremdsprache führen. Ein Beispiel: Wenn ein Kind z.B. im Kindergarten etwas schmerzhaftes erlebt und es diesen Schmerz der Mutter nicht sprachlich mitteilen kann, entsteht Frustration und ein tiefes Gefühl von Hilflosigkeit. Die Erfahrung, eine Sprache nicht sprechen zu können und deshalb keine Hilfe zu bekommen, kann tief traumatisieren und später zu einer starken Angst vor einer Fremdsprache führen, denn als wir klein waren, war unsere Muttersprache ja auch eine Fremdsprache. Kleine Kinder verdrängen solche Gefühle jedoch, weil sie sonst nicht überleben können. Sie wissen noch nicht, wohin mit starken negativen Gefühlen wie Angst, Trauer, Wut oder Schmerz. Diese Gefühle werden unbewusst verdrängt und melden sich später im Erwachsenenalter bei einer passenden Gelegenheit. Eine "passende Gelegenheit" ist dann zum Beispiel eine Fremdsprache wie Englisch, weil das Unbewusste dann sofort Alarm funkt, in Form einer Warnung, die wir dann als Angst wahrnehmen. Das Unbewusste fasst die Fremdsprache deshalb als Warnung auf, weil das Unbewusste nicht logisch vorgeht. Es sieht einfach nur, dass da eine fremde Sprache ist, die wir nicht beherrschen und es hat daran die Erfahrung der Hilflosigkeit gekoppelt. Also fühlen wir Angst. Um diese Angst zu beseitigen, muss man die unbewussten Signale, die die Seele aussendet und vor allem die Sprache des Körpers richtig verstehen und deuten können.

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby, Therapeutin in Hamburg (und online/per Skype und Telefon). Ich arbeite speziell mit Menschen, die an einer sogenannten Fremdsprachenphobie (Xenoglossophobie) leiden. Hier erfahren Sie mehr: Angst Englisch zu sprechen.

 

Zum Weiterlesen: Mit Konfrontationstherapie entspannt Englisch sprechen.

 

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