Manche Menschen erleben beim Englisch sprechen deutlich mehr Angst, als sie selbst nachvollziehen können.
Sie wissen, dass sie die Sprache grundsätzlich beherrschen. Sie wissen oft auch, dass die Situation objektiv nicht besonders bedrohlich ist.
Und trotzdem reagieren sie mit starker Anspannung, Scham oder Unsicherheit.
In solchen Momenten kann die Vorstellung eines “inneren Kindes” hilfreich sein.
Was ist mit dem inneren Kind gemeint?
Mit dem Begriff “inneres Kind” beschreibe ich keine feststehende Theorie, sondern eher eine Perspektive.
Viele Menschen kennen Situationen, in denen sie sich plötzlich kleiner, verletzlicher oder hilfloser fühlen als sonst.
Manchmal scheint ein Teil von uns zu reagieren, der nicht nur auf die aktuelle Situation antwortet, sondern auch auf frühere Erfahrungen.
Das kann auch beim Englisch sprechen der Fall sein.
Warum kann eine Fremdsprache so verletzlich machen?
Wer eine Fremdsprache spricht, bewegt sich außerhalb seiner gewohnten Sicherheit.
Man findet nicht immer sofort die richtigen Worte.
Man versteht vielleicht nicht alles.
Man wirkt möglicherweise weniger souverän als in der Muttersprache.
Für viele Menschen ist das kein großes Problem.
Andere erleben diese Situationen jedoch als überraschend belastend.
Sie fühlen sich schneller unter Druck, reagieren empfindlicher auf Fehler oder haben das Gefühl, ständig etwas beweisen zu müssen.
Manchmal lohnt es sich dann, offener zu werden für:
Woran erinnert mich dieses Gefühl eigentlich?
Ein mögliches Beispiel
Nehmen wir an, jemand hat früh gelernt, dass Fehler peinlich sind oder dass Schwäche möglichst nicht sichtbar werden sollte.
Eine Fremdsprache kann solche Erfahrungen manchmal berühren.
Nicht weil Englisch an sich bedrohlich wäre.
Sondern weil bestimmte Gefühle wieder auftauchen, die mit Unsicherheit, Bewertung oder Zugehörigkeit verbunden sind.
Das bedeutet nicht, dass dies bei jedem Menschen so ist.
Es ist lediglich eine mögliche Perspektive.
Typische Sorgen beim Englisch sprechen
Menschen, die unter Englischangst leiden, beschreiben häufig Gedanken wie:
- Ich wirke ungebildet.
- Ich mache mich lächerlich.
- Andere merken, dass ich nicht gut genug bin.
- Ich verliere die Kontrolle.
- Andere beurteilen mich negativ.
Solche Gedanken sind nicht ungewöhnlich.
Interessant wird es oft dann, wenn die emotionale Reaktion deutlich größer ist als die Situation selbst.
Wie kann die Idee des inneren Kindes helfen?
Manche Menschen versuchen, ihre Angst zu bekämpfen oder wegzudrücken.
Manchmal entsteht jedoch etwas anderes, wenn man beginnt, die Angst verstehen zu wollen.
Stellen Sie sich vor, ein jüngerer Teil von Ihnen hätte Angst davor, Fehler zu machen oder nicht zu genügen.
Wie würden Sie mit diesem Teil sprechen?
Würden Sie ihn kritisieren?
Oder würden Sie versuchen zu verstehen, wovor er sich schützen möchte?
Oft entsteht mehr Ruhe, wenn wir aufhören, gegen uns selbst zu arbeiten.
Es geht nicht darum, perfekt zu werden
Viele Menschen hoffen, dass perfektes Englisch ihnen Sicherheit geben wird.
Manchmal hilft es jedoch mehr, einen anderen Gedanken zuzulassen:
Vielleicht muss nicht jede Unsicherheit verschwinden.
Vielleicht darf man Englisch sprechen, auch wenn man sich noch nicht vollkommen sicher fühlt.
Und vielleicht beginnt Veränderung nicht dort, wo wir uns antreiben, sondern dort, wo wir offener werden für das, was in uns gerade reagiert.
Wenn Sie mehr über die möglichen Hintergründe von Englischangst erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen:

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Guido (Freitag, 07 März 2025 00:17)
Guten Tag nin 56 Jahre war Sonderschüler nie Englisch gelernt immer gearbeitet. Jetzt Krank hatte viele Operation werde glaub in Erwerbsminderungsrente kommen. Zur seit in einer Tagesklinik habe grosse Probleme im Kopf .Wenn ich Englisch höre könnte ich durchdrehen habe Angst wenn ich mach Krankheit zum Amt muss oder irgendjemand erfährt das ich dumm bin. Jetzt in der Klinik bin ich in einer Trommel Gruppe heute wsr Englisch Musik dazu war schlimm jabe jetzt Angst das wir vieleicht noch Englisch singen oder was sagen. Bin seit einer Woche da weiß echt nicht was ich machen soll .
Natalie Marby (Montag, 10 März 2025 11:29)
Hallo Guido, ich bin die Autorin dieses Blogs. Leider haben Sie in Ihrem Kommentar oben keine Kontaktdaten hinterlassen, so dass ich Sie nicht kontaktieren kann. Sie können mir direkt eine Nachricht über [email protected] schicken und dann melde ich mich zeitnah bei Ihnen, um zu schauen, ob meine Therapie Ihnen helfen könnte. Viele Grüße, Natalie Marby