Eine der häufigsten Sorgen beim Englischsprechen ist überraschend einfach:
„Was mache ich, wenn mir ein Wort fehlt?“
Viele Menschen mit Englischangst stellen sich genau diesen Moment vor. Sie sind in einem Meeting, einer Präsentation oder einem Gespräch – und plötzlich fällt ihnen ein wichtiges Wort nicht ein.
Für manche ist allein die Vorstellung davon schon belastend.
Niemand kennt jedes Wort
Was in solchen Momenten oft vergessen wird:
Auch Menschen, die gut Englisch sprechen, kennen nicht jedes Wort.
Der Unterschied liegt häufig nicht im Wortschatz, sondern im Umgang mit der Situation.
Man kann:
- ein ähnliches Wort verwenden
- etwas umschreiben
- nach dem Wort suchen lassen
- auf ein einfacheres Wort ausweichen
- kurz sagen, dass einem das Wort gerade nicht einfällt
Im Alltag geschieht das ständig – auch in der Muttersprache.
Oft ist nicht das fehlende Wort das eigentliche Problem
Viele Betroffene berichten, dass ihnen weniger das fehlende Wort Angst macht als der Moment selbst.
Der Gedanke lautet häufig:
„Was denken die anderen jetzt über mich?“
Dadurch entsteht zusätzlicher Druck.
Und genau dieser Druck macht es oft schwerer, auf bereits vorhandenes Wissen zuzugreifen.
Mit dem arbeiten, was gerade da ist
Eine hilfreiche Alternative kann sein, sich nicht auf das fehlende Wort zu konzentrieren, sondern auf die Bedeutung.
Was möchten Sie eigentlich ausdrücken?
Oft entsteht daraus automatisch eine einfachere Formulierung.
Man muss nicht perfekt formulieren, um verstanden zu werden.
Gerade im beruflichen Kontext geht es meist darum, Informationen auszutauschen – nicht darum, fehlerfreies Englisch zu sprechen.
Ein fehlendes Wort bedeutet nicht, dass Sie kein Englisch können
Viele Menschen ziehen aus einem einzelnen Moment sofort weitreichende Schlüsse:
„Mein Englisch reicht nicht.“
„Ich bin nicht gut genug vorbereitet.“
„Alle merken, dass ich es nicht kann.“
Ein fehlendes Wort beweist jedoch zunächst nur eines:
Dass Ihnen gerade ein Wort fehlt.
Nicht mehr und nicht weniger.
Wenn die Angst deutlich größer ist als die Situation
Manchmal ist die Sorge vor dem fehlenden Wort so groß, dass sie den gesamten Sprachfluss blockiert.
Dann geht es häufig nicht mehr nur um Vokabeln.
In solchen Fällen kann es hilfreich sein, genauer hinzuschauen und zu verstehen, warum das Englischsprechen so belastend geworden ist.
Wenn Sie mehr über die möglichen Hintergründe von Englischangst erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen:
