"Es war mir oberpeinlich"

Erfahrungsbericht von Markus H., Zahnarzt, der von September 2012 bis März 2013 meine Therapie besucht hat: „Ich betreibe eine kleine Zahnarztpraxis in einem Vorort von Hamburg. Dorthin verirren sich normalerweise keine englischsprachigen Patienten, aber im Sommer 2012 ...

... sagte meine Assistentin plötzlich diesen einen, entscheidenden Satz: „In der Zwei sitzt einer, der spricht nur Englisch“. Mir rutschte das Herz in die Hose und ich dachte nur: Hilfe! Ich hatte seit der Schule kein Englisch mehr gesprochen, im Studium habe ich mich irgendwie durchgemogelt. Ich mochte Englisch absolut nicht und ich war so sehr aus der Übung, dass ich mich total unter Druck fühlte, bis hin zur kompletten Blockade. Hinzu kam, dass ich in der Praxis ja der „Chef“ bin und meine überwiegend jungen Angestellten mit Englisch kein Problem haben. Ich schämte mich zutiefst.

 

Ich ging aber tapfer in die Zwei und befürchtete das Schlimmste. Der Patient war Brasilianer, ein freundlicher, offener Mann, der ganz bestimmt nicht erwartete, dass ich perfektes Englisch sprach. Ich war aber so verkrampft, dass ich auf ihn sehr unfreundlich gewirkt haben musste. Ich habe gar nicht mehr auf ihn geachtet, nur auf mich und mein miserables Englisch. Im Nachhinein weiss ich, dass ein Lächeln und ein paar Handzeichen vielleicht gereicht hätten, um mit ihm zu kommunizieren – vielleicht wäre mir sogar das eine oder andere englische Wort wieder eingefallen.

 

So aber gestaltete sich unser erstes Zusammentreffen für mich zu einem oberpeinlichen und für ihn wahrscheinlich zu einem sehr befremdlichen Moment. Trotzdem gelang es mir, ihn zu behandeln und er kam sogar wieder. Ich dachte damals allen Ernstes, dass er wegen meines schlechten Schulenglisches nicht mehr wiederkommen würde. Nach diesem Erlebnis machte ich mich auf die Suche nach einem Englischlehrer, ich wollte das nicht mehr hinnehmen. Und dann stiess ich auf Frau Marby, die mit ihrem Konzept genau das anbot, was ich suchte, denn ich wusste instinktiv, dass ein Englischkurs meine tiefe Blockade nicht lösen würde.

 

In der Therapie bei Frau Marby habe ich gelernt, meiner Inuition mehr zu vertrauen und auf die Körpersprache, Gestik und Mimik anderer zu achten. Es gab einige tiefgreifende Erlebnisse in meinem Leben, die dazu geführt haben, dass ich meine Wahrnehmung meist ausgeschaltet habe, daher kam mein massives Problem mit Englisch.

 

Als Mediziner war es für mich am Anfang schwer, mich auf eine Psychotherapie einzulassen. Aber es hat mir geholfen, die Angst vor Englisch loszuwerden und heute macht mir Englisch sogar Spaß."

 

 

 

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