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Was Bilder manchmal sichtbar machen können, wenn Englisch unter Druck setzt

Manche Menschen beschreiben ein seltsames Erlebnis:

 

Sie wissen, dass sie Englisch sprechen können.

 

Und trotzdem reagiert ihr Körper, als wäre etwas nicht in Ordnung.

 

Der Magen zieht sich zusammen.

Das Herz schlägt schneller.

Die Gedanken kreisen.

 

Oft entsteht dann der Wunsch, dieses Gefühl möglichst schnell loszuwerden.

 

Doch manchmal kann es hilfreich sein, zunächst genauer hinzuschauen.

Nicht alles lässt sich sofort in Worte fassen

Wenn Menschen über ihre Schwierigkeiten mit Englisch sprechen, beschreiben sie häufig Druck, Anspannung oder Unsicherheit.

 

Doch manchmal fällt es schwer, genauer zu sagen, was eigentlich los ist.

 

Es gibt Gefühle, die sich zunächst eher im Körper zeigen als in Worten.

 

Gerade dann kann ein Bild manchmal hilfreich sein.

 

Nicht, weil es eine Erklärung liefert.

 

Sondern weil es etwas sichtbar machen kann.

Ein Gefühl aufs Papier bringen

In meiner früheren Arbeit mit kunsttherapeutischen Methoden habe ich Menschen gelegentlich eingeladen, ein Gefühl zu malen, das sie mit Englisch verbinden.

 

Nicht als Kunstwerk.

 

Nicht mit dem Ziel, etwas Schönes zu erschaffen.

 

Sondern als Möglichkeit, einem inneren Erleben eine Form zu geben.

 

Manche Menschen malten Farben.

Andere Linien.

Manche füllten das ganze Blatt.

Andere nur eine kleine Ecke.

 

Interessanterweise entstanden dabei oft Bilder, die etwas von dem Druck, der Enge oder der inneren Unruhe ausdrückten, die vorher nur schwer beschreibbar gewesen waren.

Abstand schaffen

Manchmal verändert sich etwas, wenn ein Gefühl nicht nur erlebt, sondern auch betrachtet werden kann.

 

Was vorher diffus und überwältigend wirkte, liegt plötzlich auf einem Blatt Papier.

 

Es ist noch da.

 

Aber es ist nicht mehr ausschließlich im eigenen Inneren.

 

Viele Menschen erleben dadurch einen gewissen Abstand.

 

Nicht als Lösung.

 

Eher als die Möglichkeit, etwas klarer wahrzunehmen.

Das Bild muss nichts erklären

Was mich an solchen Bildern immer interessiert hat, war nicht die Frage:

 

“Was bedeutet das?”

 

Sondern eher:

 

“Wie ist es, dieses Bild anzuschauen?”

 

Fühlt es sich vertraut an?

 

Überraschend?

 

Unangenehm?

 

Erleichternd?

 

Oft entstanden aus solchen Fragen Gespräche, die auf einem anderen Weg vielleicht gar nicht möglich gewesen wären.

Manchmal beginnt Verständnis dort, wo Erklären aufhört

Heute arbeite ich nur noch selten mit kunsttherapeutischen Methoden.

 

Dennoch ist mir etwas aus dieser Zeit geblieben:

 

Die Erfahrung, dass Menschen oft bereits viel über ihr inneres Erleben wissen.

 

Nicht immer in Form von Gedanken.

 

Nicht immer in Form von Erklärungen.

 

Aber oft in Form von Bildern, Körperempfindungen oder Stimmungen.

 

Und manchmal reicht es, diesen Erfahrungen etwas Raum zu geben.

 

Nicht um sie sofort zu verändern.

 

Sondern um sie zunächst besser kennenzulernen.


Wenn Sie mehr über die möglichen Hintergründe von Englischangst (Angst, Englisch zu sprechen) erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen: