4 Stolperfallen in englischen Vorstellungsgesprächen

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Wollen Sie sich bewerben, haben aber Angst davor, dass Sie im Bewerbungsgespräch Englisch reden müssen? Wenn Sie diese 4 Fallen vermeiden, werden Sie jedes Gespräch gut meistern:

 

Falle Nr. 1: Zu schnell reden

Den Fehler machen fast alle. Dadurch geraten Sie von der ersten Sekunde an unter Stress und wirken unsouverän. Besser: Kurz Luft holen, wenn Ihr Gesprächspartner auf Englisch umschwenkt. Durch die kleine Pause gewinnen Sie Kontrolle. Dann langsam reden. Das wirkt erstens selbstbewusster und zweitens bewirkt die erzwungene Langsamkeit, dass Ihnen die englischen Worte schneller und besser einfallen. Ich habe das mit meinen Kunden schon zig Mal probiert und das Ergebnis ist immer das gleiche: Einmal Luft holen und betont langsam sprechen funktioniert und gibt Sicherheit, versprochen!

 

Falle Nr. 2: Aus dem Kontakt gehen

Im Job Interview Englisch zu sprechen ist Stress pur - die gewöhnliche Reaktion des Bewerbers ist dabei die totale Fokussierung auf das eigene Gesprochene, auf die Vokabeln, die Grammatik und ob es gut genug klingt. Man befindet sich schliesslich in einer Art Prüfungssituation. Dadurch gehen die meisten aus dem Kontakt mit dem Interviewpartner raus, das heisst, sie nehmen gar nicht mehr wahr, was auf der anderen Seite passiert. Das ist ein typischer Angstmechanismus. Besser wäre es, wenn Sie versuchen, während Sie sprechen, mit Ihrem Gegenüber im Kontakt zu bleiben, zum Beispiel, indem Sie schauen, ob er versteht, was Sie sagen, ob er nickt oder ob es sonst irgendeine Reaktion gibt. Manche Personaler setzen dabei auch ein Pokerface auf, dann gilt es, die Falle Nr. 3 zu vermeiden:

 

Falle Nr. 3: Sich von einem Pokerface aus dem Konzept bringen lassen

Das können Sie vermeiden, indem Sie von vornherein damit rechnen. Versuchen Sie trotzdem, eine Reaktion des anderen zu "erspüren", geben Sie nicht auf. Auch wenn Ihr Interviewpartner gar keine Reaktion zeigt: Lassen Sie sich davon nicht in das Gefühl drängen, dass Sie Unsinn reden oder Fehler machen. Nehmen Sie sein Pokerface als eine Art Test, ob Sie dem Druck standhalten - und nehmen Sie es mit Humor.

 

Falle Nr. 4: Ein fehlendes englisches Wort als Katastrophe werten

Wenn Ihnen in der Aufregung ein englisches Wort nicht einfällt - dann machen Sie kein grosses Ding draus. Das passiert jedem. Wenn Ihr Interviewpartner deutsch ist, dann sagen Sie einfach "Mir fällt gerade das Wort für ... nicht ein" und reden dann einfach auf englisch weiter. Niemand wird Ihnen einen Job nicht geben, nur weil Sie gerade mal ein Wort nicht wussten. Es ist der Umgang mit solchen Situationen, der zählt, nicht die lückenlose Aneinanderreihung von englischen Vokabeln. Wenn Ihr Gesprächspartner englischsprachig ist, ist ein fehlendes Wort sowieso kein Problem. Meistens wird man Ihnen sofort helfend beispringen und Ihnen das Wort geben. Und falls nicht: Dann beweisen Sie Mut zur Lücke. Das ist kein Weltuntergang!

 

Haben Sie trotz dieser Tipps starke Ängste oder sogar Panik bei dem Gedanken an ein englisches Bewerbungsgespräch? Es könnte sein, dass das psychische Ursachen hat. Zum Beispiel können negative Schulerlebnisse in Vorstellungsgesprächen unbewusst wieder aktiviert werden. Wenn Sie der Ursache für Ihre Englischangst auf den Grund gehen wollen, dann kontaktieren Sie mich gern. Hier finden Sie weitere Informationen: Angst vor Englisch.

 

Zum Weiterlesen: Englisch Sprachbarriere überwinden - die 5 besten Tipps.

 

Ich schreibe regelmässig über das Thema Psychotherapie & Fremdsprache, hier können Sie meinen Blog abonnieren.