Englisch Blockade clever lösen durch Videoanalyse (3 Schritte)

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Zugegeben: Es ist die Hardcore-Variante. Ein Mensch mit Englischangst würde alles andere lieber tun, als sich beim Englisch sprechen auch noch filmen zu lassen. Lesen Sie aber hier, wie effektiv diese Methode (auch per Skype) ist:

 

Zugegeben: Es ist die Hardcore-Variante. Ein Mensch mit Englischangst würde alles andere lieber tun, als sich beim Englisch sprechen auch noch filmen zu lassen. Lesen Sie aber hier, wie effektiv diese Methode (auch per Skype) ist:

 

1. Schritt: Sich überwinden

Keine Frage - es kostet Überwindung, sich beim Englisch sprechen filmen zu lassen. Oft bespreche ich mit meinen Klienten erst, warum es so viel Überwindung kostet. Im Prinzip scheut fast jeder davor zurück, aber einen wirklichen Grund dafür, warum das so peinlich, unangenehm oder beängstigend ist, können die wenigsten auf Anhieb nennen. Der Grund, für die Hemmung, sich filmen zu lassen, korrespondiert auf unbewusster Ebene oft mit der Hemmung, Englisch zu sprechen. Deshalb ist dieser Schritt (die Überwindung bzw. das Sprechen über das Überwinden) bereits ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung der Englischblockade.

 

2. Schritt: In die Kamera gucken und bei sich bleiben

Das allein ist für die meisten schon eine Riesen-Herausforderung. Das Gefühl, das beim Klienten entsteht, ist meist das gleiche, wie wenn er in die Augen eines englischsprachigen Menschen blicken muss. Die Kamera beobachtet einen, zeichnet jeden Fehler auf (darum geht es meist!) und hält einen damit in Dauerspannung. Meine Klienten sind in den ersten Sekunden meist damit beschäftigt, während sie reden, zu überlegen, wie sie später im Video aussehen werden, wie sie wirken werden, ob sie professionell genug sind usw. Dadurch wird das Englisch erstmal sehr hölzern. An dieser Stellschraube drehe ich, indem ich die mentalen Ursachen dafür suche, warum der Klient nicht bei sich bleiben kann. Später geht es dann darum, das bei-sich-bleiben immer wieder mit der Kamera zu üben. Die Kamera ersetzt in diesem Fall den prüfenden Blick eines englischsprachigen Gegenübers, was eine sehr gute Übung ist.

 

3. Schritt: Das Anschauen des Videos

Das ist für viele der schwerste Schritt: Sich selber beim Englisch sprechen anzuschauen - und es auszuhalten. Hier analysiere ich zusammen mit dem Klienten die Gefühle, die beim Anblick des Videos entstehen. Denn diese Gefühle sind es meist auch, die beim Englisch sprechen blockieren: Selbstzweifel, Perfektionismus und ein überkritischer Blick auf sich selbst blockieren den freien Fluss beim Sprechen und schaffen die Angst, einen Fehler zu machen und sich zu blamieren. Erst, wenn der Klient es schafft, einen liebevolleren, nachsichtigen und wertschätzenden Blick auf sich selbst zu entwickeln, ist freies Englisch sprechen überhaupt möglich. Zu diesen Aspekten kommen manchmal noch individuelle biographische Hemmnisse hinzu, die durch die Videoanalyse sichtbar werden und die in der Analysebesprechung aus dem Weg geräumt werden. (Übrigens funktioniert das Ganze auch hervorragend per Skype oder am Telefon in Form einer Audioanalyse)

 

Wer ich bin: Natalie Marby, Therapeutin (aus Hamburg, aber ich arbeite auch online und per Telefon). Ich habe mich auf die Behandlung von Englischangst spezialisiert, d.h. die Angst, eine Fremdsprache zu sprechen, mit Symptomen wie Panikgefühlen, Herzrasen und Vermeidungsverhalten. Hier finden Sie weitere Infos: Therapie bei Englischphobie.

 

Zum Weiterlesen: Meine effektivste "Waffe" gegen Englischangst: Kurztherapie am Telefon.

 

Ich schreibe regelmässig über das Thema Psychotherapie & Fremdsprache, hier können Sie meinen Blog abonnieren.