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Warum haben Menschen so viel Angst vor Stille (zum Beispiel beim Englisch sprechen)?

Viele Menschen glauben, dass sie Angst davor haben, beim Englisch sprechen ein Wort zu vergessen.

 

Manchmal lohnt es sich jedoch, genauer hinzuschauen.

 

Ist es wirklich das fehlende Wort, das Angst macht?

 

Oder ist es vielleicht der Moment danach?

 

Der Moment, in dem man innehält.

 

Der Moment, in dem nichts gesagt wird.

Stille fühlt sich nicht für jeden gleich an

Manche Menschen können problemlos einen Augenblick schweigen, während sie nach einem Wort suchen.

 

Andere erleben dieselbe Situation als überraschend unangenehm.

 

Schon wenige Sekunden können sich lang anfühlen.

 

Es entsteht das Gefühl, schnell etwas sagen zu müssen, damit die Situation wieder in Bewegung kommt.

 

Warum das so ist, lässt sich nicht pauschal beantworten.

 

Menschen erleben Stille sehr unterschiedlich.

Was geschieht eigentlich in einer Gesprächspause?

Wenn wir sprechen, richtet sich unsere Aufmerksamkeit oft auf die Worte.

 

Wenn wir kurz verstummen, verändert sich etwas.

 

Wir bemerken vielleicht unsere Nervosität.

 

Wir spüren den eigenen Körper stärker.

 

Wir nehmen den anderen Menschen bewusster wahr.

 

Manche Menschen erleben genau das als unangenehm.

 

Nicht weil Schweigen an sich problematisch wäre, sondern weil es Raum schafft für Dinge, die vorher im Hintergrund waren.

Die Angst vor dem fehlenden Wort

Wer Angst vor einer Gesprächspause hat, entwickelt oft auch Angst vor fehlenden Vokabeln.

 

Denn ein fehlendes Wort kann genau den Moment erzeugen, den man vermeiden möchte:

 

Eine kurze Unterbrechung.

 

Ein Innehalten.

 

Ein Nicht-Wissen.

 

Deshalb geht es bei Englischangst manchmal nicht nur um Sprache.

 

Manchmal geht es auch darum, wie wir mit Unsicherheit umgehen.

Vielleicht muss Stille nicht sofort gefüllt werden

Viele Menschen versuchen, jede Gesprächspause möglichst schnell zu überbrücken.

 

Dabei kann es hilfreich sein, eine andere Möglichkeit auszuprobieren:

 

Was passiert, wenn Sie sich einen Moment Zeit lassen?

 

Wenn Sie nach einem Wort suchen, ohne sofort in Stress zu geraten?

 

Wenn Sie eine kurze Pause zulassen, anstatt gegen sie anzukämpfen?

 

Vielleicht stellen Sie fest, dass die Stille weniger bedrohlich ist, als sie zunächst erscheint.

 

Und vielleicht entdecken Sie, dass in einer kurzen Pause nicht nur Unsicherheit liegen kann, sondern auch etwas anderes:

 

Raum.

Eine kleine Beobachtung

Menschen, die eine Fremdsprache lernen, haben oft das Gefühl, dass jede Pause sichtbar wird.

 

Dabei vergessen wir leicht, dass Gesprächspausen auch in unserer Muttersprache ganz selbstverständlich vorkommen.

 

Wir suchen nach Worten.

 

Wir überlegen.

 

Wir korrigieren uns.

 

Wir halten kurz inne.

 

Vielleicht gehört genau das zum Menschsein dazu.

 

Nicht nur in Englisch.


Wenn Sie mehr über die möglichen Hintergründe von Englischangst (Angst, Englisch zu sprechen) erfahren möchten, finden Sie hier weitere Informationen: