"Wie erkläre ich meinen Kollegen, dass ich kein Englisch sprechen kann?" Mein Rat:

ich-kann-kein-englisch-sprechen

Kein Englisch sprechen zu können, ist heute im Job ungefähr so, als würde man sagen, dass man nicht rechnen kann. Jeder lernt Englisch in der Schule und es wird überall vorausgesetzt. Aber was, wenn man es einfach nicht kann? Hier mein Rat:

 

Gehen Sie offen damit um

Keine Frage: Es ist peinlich, wenn man zugeben muss, dass man kein Englisch spricht. Aber in den meisten Fällen stimmt das gar nicht, die Betroffenen glauben nur, dass sie kein Englisch sprechen können. Eine Fremdsprache ist sehr eng an Emotionen gekoppelt, und wenn man Angst hat, dann kann man auch keine Fremdsprache sprechen. Sie werden sehen: wenn Sie Ihre Kollegen einweihen, dass Sie sehr nervös sind, wenn Sie Englisch vor anderen sprechen müssen und Ihnen deshalb keine Vokabeln mehr einfallen, wird jeder dafür Verständnis haben. Natürlich gibt es dann noch die Frage, wie das beseitigt werden kann, und hier kommt mein zweiter Rat:

 

Prüfen Sie, ob Ihr "schlechtes Englisch" emotionale Ursachen hat

Sie können zum Beispiel den Test hier auf meiner Seite machen: "Nur unsicher in Englisch - oder ist es Angst?". Wenn das Testergebnis zeigt, dass Sie lediglich eine Unsicherheit haben, dann kann Ihnen ein guter Sprachkurs helfen, durch Praxis diese Unsicherheit zu beheben. Wenn es laut Test allerdings psychische Gründe für die Englischblockade gibt, dann nützt leider ein Sprachkurs relativ wenig. Manchmal wird eine psychische Englischblockade durch Englischunterricht sogar noch schlimmer. In einem solchen Fall rate ich Ihnen, einen kostenfreien Probetermin mit mir zu vereinbaren - danach sind Sie auf jeden Fall schlauer und haben Ihr Problem schon einmal besser verstanden.

 

Ganz wichtig: Fokussieren Sie sich auf Ihre Stärken

... und nicht auf Ihre Schwächen. Niemand gibt Ihnen einen Job, nur weil Sie gut Englisch sprechen. Englisch ist ein Handwerkszeug und mehr nicht. Ob Sie Ihren Job gut machen oder nicht, hängt in den seltensten Fällen von flüssigem Englisch ab. Zum Beispiel kann ein Vertriebsmitarbeiter perfektes und gebildetes Englisch sprechen, aber er kommt dabei einfach nicht sympathisch rüber - dann nützt auch die eleganteste englische Floskel nichts. Machmal ist "holperiges" Englisch, verbunden mit einem herzlichen Lachen die bessere Alternative. Und darüberhinaus macht Übung den Meister: Wenn Sie es locker angehen und sich selbst kleinere Fehler und Hänger verzeihen, wird Ihr Englisch automatisch jeden Tag besser werden, weil Sie es dann einfach mehr sprechen werden.

 

Zu mir: Ich bin Natalie Marby, Therapeutin in Hamburg und online (per Skype und Telefon). Ich arbeite schwerpunktmässig mit Menschen, die eine sogenannte Fremdsprachenphobie haben. Mehr Informationen finden Sie hier: Therapie bei Angst vor Englisch.

 

Zum Weiterlesen: "Ich schaffe es nicht, Englisch zu sprechen" - Wer oder was blockiert einen da eigentlich?

 

Hier können Sie meinen Blog abonnieren.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0