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Warum "einfach sprechen" bei Englischangst oft nicht hilft

„Du musst einfach mehr sprechen.“

 

Viele Menschen, die unter Angst oder starkem Stress beim Englisch sprechen leiden, haben diesen Satz schon unzählige Male gehört.

 

Gemeint ist er meist gut.

 

Und manchmal ist er sogar hilfreich.

 

Aber nicht immer.

 

Denn manche Menschen vermeiden Englisch nicht, weil sie zu wenig üben oder zu wenig motiviert sind.

 

Sondern weil Englisch sprechen etwas in ihnen auslöst, das weit über die Sprache selbst hinausgeht.

Wenn Englisch sprechen mehr als eine Sprachfrage wird

Vielleicht kennen Sie das:

 

Sie verstehen Englisch.

 

Sie können E-Mails schreiben.

 

Sie wissen oft sogar genau, was Sie sagen möchten.

 

Und trotzdem entsteht Druck, sobald Sie sprechen sollen.

 

Manche Menschen geraten unter Stress, wenn sie sich im Meeting äußern sollen.

 

Andere beschäftigen sich schon Tage vorher mit einer Präsentation.

 

Wieder andere vermeiden bestimmte Situationen ganz.

 

Von außen wirkt das manchmal unverständlich.

 

Für die Betroffenen selbst oft auch.

Was hinter der Angst stehen kann

Viele Menschen entdecken im Laufe der Zeit, dass ihre Angst nicht in erster Linie mit Englisch zu tun hat.

 

Sondern mit etwas anderem.

 

Zum Beispiel mit der Angst,

  • Fehler zu machen
  • negativ bewertet zu werden
  • ungebildet zu wirken
  • nicht dazuzugehören
  • andere zu enttäuschen
  • nicht verstanden zu werden
  • nicht gut genug zu sein

Natürlich trifft nicht jeder dieser Punkte auf jeden Menschen zu.

 

Doch oft zeigt sich, dass Englisch sprechen etwas berührt, das schon länger im Leben vorhanden ist.

Warum mehr Druck das Problem manchmal verstärkt

Wer unter Englischangst leidet, versucht häufig, das Problem durch noch mehr Anstrengung zu lösen.

 

Mehr üben.

Mehr Kurse.

Mehr Überwindung.

 

Manchmal hilft das.

 

Manchmal entsteht jedoch das Gegenteil.

 

Je stärker man gegen die Angst ankämpft, desto größer wird sie.

 

Nicht weil man versagt.

 

Sondern weil man versucht, etwas zu überwinden, das zunächst verstanden werden möchte.

Muss man dafür die Vergangenheit analysieren?

Nicht unbedingt.

 

Manche Menschen erkennen Zusammenhänge zu Erfahrungen aus Schule, Familie oder Beruf.

 

Andere nicht.

 

Aus meiner Sicht ist es oft wichtiger zu verstehen, was heute geschieht.

 

Welche Gedanken tauchen auf?

 

Welche Gefühle entstehen?

 

Welche Situationen lösen den größten Druck aus?

 

Denn dort zeigt sich meist, was die Angst aufrechterhält.

Wenn "einfach sprechen" nicht funktioniert

Dann bedeutet das nicht, dass mit Ihnen etwas nicht stimmt.

 

Es bedeutet auch nicht, dass Sie zu wenig motiviert sind.

 

Vielleicht bedeutet es lediglich, dass Ihr Problem nicht dort liegt, wo andere es vermuten.

 

Viele Menschen glauben, ihr Problem sei Englisch.

 

Oft lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

 

Denn manchmal beginnt Veränderung genau dort.


Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, welche Erfahrungen und inneren Muster bei Englischangst eine Rolle spielen können, finden Sie hier weitere Informationen: